Harter Kampf um Platz drei

Doppelpack für Burghausen: Sebastian Glasner
Nur drei Teams fuhren am 28. Spieltag der 3. Liga Siege ein. Dabei sprang Aalen an die Spitze und Darmstadt nutzte die Remis der Konkurrenz, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Erfurt gewann gegen Wiesbaden und setzte damit ein Zeichen in Richtung Relegationsplatz. Alle anderen Partien endeten Unentschieden, was vor allem für die Mannschaften am unteren Ende der Tabelle Rückschläge bedeutete.

Ein 1:1 gab es im Topspiel zwischen Jahn Regensburg und dem SV Sandhausen. Müller hatte den Gastgeber früh in Führung gebracht (11.) und die Hoffnung geschürt, die Lücke auf den Spieltagsgegner verkleinern zu können. Ulm traf jedoch noch vor dem Seitenwechsel per Elfmeter für den SVS (39.) und somit blieb es beim Sieben-Punkte-Vorsprung der Sandhausener. Die Punkteteilung der Konkurrenz nutzte der VfR Aalen, um mit einem Sieg über Preußen Münster auf Rang eins zu springen. Ein spätes Tor von Dausch (88.) reichte der Elf von Ralph Hasenhüttl zum achten Erfolg in Serie. Mit einem Abstand von nunmehr neun Zählern auf Platz drei steuerte Aalen weiter zielstrebig auf die Zweite Liga zu. Chancen auf den Aufstieg rechnete sich auch weiter der 1. FC Heidenheim aus. Beim 0:0 gegen den VfL Osnabrück verpassten es die Baden-Württemberger jedoch, Regensburg vom Relegationsplatz zu verdrängen. Dennoch spürte der Jahn bei nur einem Punkt Vorsprung weiterhin den heißen Atem des FCH im Rücken, für den das Remis das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage und Gegentor war. Die Könige der Punkteteilung blieben aber weiterhin die Akteure von Wacker Burghausen. Bereits zum 13. Mal fand ein Spiel mit Beteiligung der Elf von Reinhard Stumpf keinen Sieger. Gegen Arminia Bielefeld konnte Wacker sogar froh sein, nicht verloren zu haben. Bereits nach gut zehn Minuten lag der Gastgeber durch Tore von Appiah (8.) und Klos (11.) mit 2:0 vorn. Doch Burghausen fing sich und kam dank der Saisontore elf (19.) und zwölf (21.) von Glasner wieder zurück in die Partie. In Reichweite zu Rang drei blieb auch Rot-Weiß Erfurt, das sich mit 1:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden durchsetzte. Engelhardt schoss in der 26. Minute das Tor des Tages, das die Thüringer bis auf drei Punkte auf den Relegationsplatz heranrücken ließ. Wiesbaden dagegen, vor der Saison von der gesamten Konkurrenz zum Aufstiegskandidaten Nummer eins gehandelt, rutschte immer tiefer in den Tabellenkeller.

Dort durfte sich der SV Darmstadt als Gewinner des Spieltages fühlen. Gegen den in der Rückrunde strauchelnden 1. FC Saarbrücken schaffte die „Lilien“ einen knappen 1:0-Erfolg und hatten somit nun sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Gegen die Saarländer, die seit dem 20. Spieltag nicht mehr gewonnen hatten, reichte Darmstadt ein Abstauber von Gaebler (82.), um die wichtigen drei Zähler einzufahren. Luft verschaffen wollte sich auch die SpVgg Unterhaching, die im direkten Kellerduell beim SV Werder Bremen II antrat. Die Herren aus dem Münchener Vorort liefen jedoch bis in die zweite Halbzeit hinter einem Tor von Thy (33.) hinterher. Amachaibou glich in der 63. Minute aus und es blieb bis zum Ende beim 1:1 – ein Ergebnis, das beiden Mannschaften nicht weiterhalf. Auch das zweite direkte Aufeinandertreffen zweier abstiegsbedrohter Teams endete in einem Remis. Sowohl Carl Zeiss Jena als auch Rot-Weiß Oberhausen hätten drei Punkte bitter nötig gehabt. Die Partie des Tabellen-18. gegen den 19. sah jedoch bezeichnenderweise keine Tore und beide Mannschaften verpassten die Möglichkeit, die Lücke zum rettenden Ufer kleiner werden zu lassen. Weder Siege noch Tore gab es auch bei den Mittelfeldduellen SV Babelsberg 03 gegen Chemnitzer FC sowie VfB Stuttgart II gegen Kickers Offenbach. Von den Potsdamern abgesehen, blieben aber alle Teams zumindest in Reichweite des Relegationsplatzes.

3. Liga - 28. Spieltag

Samstag, 03.03.2012
1:011'
1:139'
Jahnstadion (Wolfen) · Zuschauer: 4387 · Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka
1:088'
Ostalb Arena (Aalen) · Zuschauer: 4100 · Schiedsrichter: Dr. Manuel Kunzmann
1:08'
2:011'
2:119'
2:221'
Schüco-Arena (Bielefeld) · Zuschauer: 6740 · Schiedsrichter: Malte Dittrich
Brita-Arena (Wiesbaden) · Zuschauer: 2509 · Schiedsrichter: Tim Sönder
1:033'
Weserstadion - Platz 11 (Bremen) · Zuschauer: 298 · Schiedsrichter: Arne Aarnink
Sonntag, 04.03.2012
1:082'
Merck-Stadion am Böllenfalltor (Darmstadt) · Zuschauer: 6000 · Schiedsrichter: Markus Wingenbach
TabelleSpieltags-Statistik

Man muss feststellen, dass der Spruch auch nicht mehr stimmt, dass der Schütze nicht selber schießen soll. Ich stelle fest, dass der Schütze sehr wohl den Elfmeter selber schießt.

— Günter Netzer