Bundesliga

Leverkusen grätschte sich aus der Krise

Seine zwei Teffer halfen HSV-Coach Jara vorerst aus der Schusslinie: Bernardo Romeo
Entspannung beim HSV nach dem hart erzitterten Erfolg über Stuttgart. Dortmund blieb seiner Linie treu, nicht unbedingt schön, aber irgendwie erfolgreich zu spielen. Gut gespielt und auch gewonnen: Hannover und Bremen.

Ein "Grinsekumpel" sei Bielefelds Coach Benno Möhlmann nicht, meinte SAT1-Bundesligaflüsterer Werner Hansch als Kommentator der Partie Arminias gegen Schalke. Zum Lächeln nach dem Spiel dürfte es bei Möhlmann gereicht haben, anders als bei Gästetrainer Frank Neubarth, der mit S04 die erste Saisonniederlage einsteckte. Bielefeld, lange Zeit in Unterzahl, bremste damit den Negativtrend der letzten Spiele.

Gleiches galt für Bayer Leverkusen. Wie Bielefeld durch einen Platzverweis den größten Teil der Begegnung dezimiert, bewahrte der Dreier die Toppmöller-Elf vor dem Absturz in die Niederungen der Tabelle. Der 2:1-Sieg im Grätsch-Catch-Wettbewerb gegen den FC Bayern war für Bayer zweifellos wichtiger als für die Münchener, sollte aber bitteschön nicht Vorbild für künftige Vorstellungen Leverkusens werden - Bayerns übrigens auch nicht. Schöner Fußball sieht anders aus (haben beide bewiesen) und kann auch erfolgreich sein!

Ein attraktives Bundesligaspiel sahen die 19.000 im Rostocker Ostsee-Stadion. Getrübt wurde die bisher durchaus positive Hansa-Saison-Bilanz insbesondere dadurch, dass nunmehr die dritte Heimniederlage in Folge zu beklagen war. Während sich für Rostock der Daumen nach unten wendete, strebten die 96er durch den 2:1-Erfolg den Anschluss ans Mittelfeld an. Matchwinner für Hannover, das spielerisch zu gefallen wusste, waren erneut Fredi Bobic, der in den ersten Spielen noch als Chancentod agierende Idrissou sowie Keeper-Oldie Jörg Sievers.

Oldies standen beim HSV auch weiterhin nicht so hoch im Kurs, zumindest nicht bei Trainer Kurt Jara. Der Österreicher ließ beim Spiel gegen den VfB erneut die Routiniers Hollerbach und Albertz draussen. In einer zumindest in der ersten Halbzeit attraktiven Partie wurden die Beiden auch nicht vermisst. Nach dem Wechsel präsentierten sich die Hamburger jedoch ähnlich schwunglos wie im bisherigen Saisonverlauf und nur dank Romeos zweitem Treffer zum glücklichen 3:2 konnte Jara nach dem Abpfiff erleichtert durchatmen.

Als Bundesliga-Team der Stunde präsentierte sich der SV Werder Bremen. Die schon in der Vergangenheit oftmals in Serien zu gewinnen oder zu verlieren neigenden Hanseaten befanden sich erneut in Hochform (vierter Sieg in Folge). Somit zeigten die Schaaf-Schützlinge dem bisherigen Überflieger VfL Bochum beim 4:1-Auswärtserfolg die Grenzen auf und deuteten an, sich auf Sicht in der Spitzengruppe festzusetzen.
Begegnungen
  0:1(0:0)  
  1:0(1:0)  
  3:2(2:2)  
  2:1(1:1)  
  1:2(1:2)  
  2:1(1:0)  
  1:0(0:0)  
  1:0(0:0)  
  1:4(1:2)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
152
Tore gesamt
821
Tore pro Spiel
2,68
  •  1,57 Heim
  •  1,12 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

75 %
Über 2,5

51 %
Über 3,5

29 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

23
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
254.200

Durchschnitt
28.244
Tore pro Spieltag in der Saison 2002/2003

News zum Spieltag

Wir leben alle auf dieser Erde, aber eben auf verschiedenen Spielhälften.

— Klaus Augenthaler