Bundesliga

"Land unter" bei Hansa

Kippte das Spiel im letzten Moment für Kaiserslautern: Selim Teber
Wolfsburg nach einem Drittel der Saison immer noch an der Spitze des Tableaus - ein ebenso unerwartetes Bild wie Hannover auf Rang vier oder Bochum in unmittelbarer Nähe der Abstiegsplätze. Der 11. Spieltag bot den Fußballfans dramatische Spielverläufe und den Ausbau zweier Erfolgs- und einer Misserfolgsserie.

Land unter an der Ostseeküste - anscheinend wurde die Hansa-Kogge vom Klabautermann geentert, wie sonst erklärt sich Rostocks katastrophale Serie von sechs Niederlagen in den sechs Heimpartien? "Es ist die schwärzeste Stunde, seitdem ich bei Hansa zum Trainerstab gehöre", räumte Trainer Juri Schlünz unumwunden ein. "Aber Hansa Rostock hat bisher immer die Kurve gekriegt. Und ich gehe davon aus, dass das auch diese Saison gelingt", gab Schlünz die Hoffnung auf Besserung nicht auf. Sein Kollege aus Kaiserslautern, Kurt Jara, durfte nach dramatischem Spielverlauf in der Partie gegen Arminia Bielefeld mit einem Happy-End für die Pfälzer in letzter Minute erst einmal kräftig durchatmen. Ausgerechnet die Einwechslung von Selim Teber, für die Jara im September (DFB-Pokal gegen Schalke, 7:8 n.E.) mit den Lauterer Fans noch über Kreuz lag, zahlte sich für den Österreicher aus. Teber traf erneut zweifach, und diesmal brachte sein Doppelpack den Sieg. Lautern reichte die Rote Laterne an Rostock weiter. Den vorläufigen Saison-Tiefpunkt erreichten die ersatzgeschwächten Freiburger, deren 1:3-Heimniederlage gegen Hertha mit dem Abrutschen auf Rang 17 quittiert wurde.

Zwei Klubs konnten sich nach jeweils fünf Siegen in Folge über den Sprung in die Spitzengruppe freuen: Schalke erreichte Platz zwei und Hannover Rang vier. Während der 3:0-Erfolg der Roten gegen Bochum eine klare Sache war, kam Schalke trotz einer frühen 3:0-Führung (nach 25 Minuten) noch einmal gehörig ins Schwitzen, weil Stuttgart sich gegen die Niederlage stemmte und noch auf 2:3 herankam - zu mehr langte es allerdings nicht. Tabellenführer Wolfsburg hingegen schaffte noch die Wende. Die erneut äußerst kecken Mainzer legten eine 2:0-Führung vor, die Martin Petrov allerdings noch vor der Pause egalisieren konnte. Der Bulgare war an diesem Tag nicht zu bremsen und packte nach dem Wechsel noch zwei Treffer dazu, was zum Sieg reichte wenngleich der FSV trotz Unterzahl (56., Rot für Kramny) noch auf 3:4 herankam. Die Traditionsduelle Werder gegen den HSV und Gladbach gegen Bayern hatten es ebenfalls in sich. Die Hamburger überstanden die Abwehrschlacht an der Weser mit Glück und Geschick und nahmen trotz erheblichen Chancendefizits (3:20) einen Punkt mit an die Elbe. Mönchengladbach, auf einem Abstiegsplatz angesiedelt, war krasser Außenseiter gegen den alten Rivalen aus München. Unter Interimstrainer Horst Köppel zeigte das Team jedoch mannschaftliche Geschlossenheit und Kampfgeist, was gegen die an diesem Tag schlecht aufgelegten Bayern zu einem 2:0-Sieg reichte. Lucios Platzverweis (54.) veränderte das Spielgeschehen nicht dramatisch. Saisonpremiere in Dortmund: Nach fünf vergeblichen Anläufen gelang dem BVB der erste Dreier im Westfalenstadion. Ewerthons sechster Treffer entschied die Partie gegen Leverkusen.
Begegnungen
  1:3(1:1)  
  1:0(1:0)  
  3:0(1:0)  
  2:0(0:0)  
  4:3(2:2)  
  3:2(3:2)  
  1:1(0:1)  
  2:1(0:0)  
  0:2(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
168
Tore gesamt
890
Tore pro Spiel
2,91
  •  1,67 Heim
  •  1,24 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

80 %
Über 2,5

58 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

29
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
359.700

Durchschnitt
39.967
Tore pro Spieltag in der Saison 2004/2005

News zum Spieltag

Ich war extra in der Bibliothek und habe das Buch gesucht: 'Wie schlägt man den FC Bayern?' Ich habe es nicht gefunden.

— Pal Dardai