Bundesliga

Werders gelungene Dramaturgie

Schlägt sich mit der Arminia besser als erwartet: Isaac Boakye
Eine klaffende Sechs-Punkte-Lücke tat sich zwischen Platz drei und Vier auf. Dahinter schob sich das Feld noch enger zusammen. Duisburg und Mainz bewegten sich in der Tabelle aufwärts, derweil Kaiserslautern erstmals hinter die rote Linie rutschte. Werder Bremen führte in drei Akten das Schauspiel "Der perfekte Samstagnachmittag" auf.

"Wir haben zu wenig investiert, um dieses Spiel zu gewinnen." Treffender hätte Wolfsburgs Coach Holger Fach kaum auf den Punkt bringen können, was seine Mannschaft in Duisburg anbot. So verpassten die Wölfe den bei einem Sieg winkenden Sprung auf Rang vier. Jene Platzierung, die der FC Schalke zum vierten Mal in Folge einnahm, allerdings mit nunmehr auf respektable sechs Zähler angewachsenem Abstand zum Drittplatzierten. Auch die Investitionen der Knappen, beim 0:1-Gastspiel in Hamburg, ließen zu wünschen übrig. "Wir setzen unsere Klasse nicht um", lamentierte Manager Rudi Assauer. Der HSV indes unterstrich zumindest eine Stunde lang, dass er sich zurecht im Vorderfeld der Liga eingenistet hat. Werder Bremen schenkte seinem Heimpublikum erneut einen Fußballnachmittag wie vom Reißbrett. 1. Akt: Herausspielen und Vergeben guter Tormöglichkeiten. 2. Akt: Steigerung des Spannungsbogens durch einen obligatorischen Gegentreffer. Schlussakt: Die erfolgreiche Aufholjagd mit vielen Toren. Der 4:1-Sieg gegen Frankfurt wahrte Bremens knappen Zwei-Punkte-Rückstand zu Tabellenführer Bayern München und stellt am kommenden Spieltag ein echtes Spitzenspiel in der Münchener Allianz-Arena in Aussicht. Die Bayern verdienten sich ihre drei Punkte beim 2:1-Auswärtserfolg in Köln redlich, wenngleich FCB-Trainer Felix Magath meinte: "Das war ein glücklicher Sieg." Erneut war es Michael Ballack mit seiner Kopfballstärke, der entscheidend zum Bayern-Erfolg beitrug.

Nach vier Spielen in Serie, bei denen lediglich Punkteteilungen heraussprangen, sackte der BVB beim Borussenduell gegen die Gladbacher mal wieder die volle Punktzahl ein (2:1), und näherte sich den Uefa-Cup-Rängen an. Auch Stuttgart konnte, trotz des vierten Remis am Stück, den Abstand zu den internationalen Startplätzen etwas verringern. Der 3:3-Schlagabtausch gegen Hertha BSC bot spannende Unterhaltung, war allerdings für keinen der beiden ambitionierten Klubs richtig förderlich. Selbiges traf auf die Begegnung Kaiserslautern gegen Leverkusen zu (2:2), in der für jede Seite ein abgefälschter Ball als Bogenlampe den gegnerischen Keeper überwand. Glücklich für die Lauterer, dass Göktan ein solcher Treffer in der 90. Minute (Roque Junior fälschte ab) gelang. Eine unerwartet deutliche 1:4-Auswärtsniederlage steckte Hannover in Bielefeld. "Wir hatten nicht die Qualität uns zu befreien", analysierte 96-Coach Ewald Lienen und verwies auf den frühen Rückstand (1., Fink). Arminias Trainer Thomas von Heesen erfreute sich nicht nur am sportlichen Abschneiden seiner Elf (Mittelfeldplatz neun), er zollte auch der erfrischenden Spielweise seiner Schützlinge Respekt: "Die Jungs sind fantastisch, es macht einen Riesen-Spaß." Deutlich geringer war der Spaßfaktor für Club-Coach Wolfgang Wolf, dessen Elf nach der 1:4-Niederlage in Mainz am Tabellenende blieb. "Die Mannschaft hat gekämpft, man kann ihr da keinen Vorwurf machen", nahm Wolf das Team in Schutz. Die 05er sprangen von Rang 16 auf 13 vor und taten damit den größten Sprung in der Tabelle.

André Schulin
Begegnungen
  1:2(1:0)  
  1:0(0:0)  
  2:1(1:0)  
  1:0(1:0)  
  2:2(1:1)  
  4:1(1:1)  
  3:3(0:1)  
  4:1(3:1)  
  4:1(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
177
Tore gesamt
861
Tore pro Spiel
2,81
  •  1,61 Heim
  •  1,21 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

50 %
Über 3,5

27 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

33
gesamt

Torverteilung

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Zuschauer
Gesamt
357.900

Durchschnitt
39.767
Tore pro Spieltag in der Saison 2005/2006

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