Bundesliga

Club aus dem Gröbsten heraus

Ohne Tor, aber mit starkem Spiel: Leverkusens Paul Freier
Die 0:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV minderte Schalkes Chancen auf einen CL-Platz. Nürnbergs fünftes, niederlagenfreies Spiel in Folge vergrößerte die Wahrscheinlichkeit des Klassenerhalts der Franken. Leverkusen bastelte im Rennen um Platz fünf am Torverhältnis.

Die zeitweilig etwas überhitzte Spitzenpartie zwischen Schalke und dem Hamburger SV fand im 2:0-Erfolg der Hanseaten einen nicht unverdienten, gleichwohl vom Platzverweis Rafinhas profitierenden Sieger. Der eingewechselte Ailton war an seiner früheren Wirkungsstätte ganz der Alte. Seine erste Aktion - natürlich Abseits. Ebenso typisch dann seine Goalgetter-Qualität, als er mit schnellem Antritt und eiskaltem Abschluss das 2:0 markierte. Der HSV hängte die Schalker im Kampf um Platz zwei deutlich ab. Werders unspektakulärer 1:0-Auswärtssieg (Kloses 20. Saisontreffer) in Frankfurt brachte auch die Bremern vorläufig aus der Reichweite der Knappen (vier Zähler Vorsprung). Dem FC Bayern wurde ein Teil seines Punktepuffers abgeknabbert, da er in der Begegnung des Tabellenersten gegen den Letzten (Köln) nur ein unerwartetes 2:2-Heimremis zustande bekam. "Die starken Kölner, die sehr gut verteidigt haben, haben sich diesen Punkt verdient", stellte Felix Magath fest. Der nicht fit ins Spiel gegangene und später ausgewechselte Oliver Kahn machte beim zweiten Kölner Treffer keine gute Figur. Gleiches war vom kompletten Hannoveraner Team zu sagen, das zu Hause nach schlechter Vorstellung der Bielefelder Arminia mit 0:1 unterlag und auf Rang zehn zurückfiel. Hertha, Leverkusen und Mönchengladbach hingegen nutzten ihre Heimvorteile zu Erfolgen und blieben mit guten Aussichten in der Verlosung um Rang fünf. Leverkusens bislang höchster Saisonerfolg war eng mit dem Namen Dimitar Berbatov verbunden, der beim überlegenen 5:1 gegen Kaiserslautern drei Mal zulangte. Zwei Treffer markierte der Bulgare, der mit 15 Treffern Platz drei im Torjägerranking belegt, vom Punkt.

"Ich weiß, dass meine Mannschaft nicht zweimal hintereinander so einen Dreck spielt", hakte der Mainzer Jürgen Klopp Coach die eindeutige 0:3-Niederlage beim Club ab. Wie in der Vorwoche hielten sich die 05er einen Punkt oberhalb der Abstiegsränge, die unverändert von Kaiserslautern angeführt wurden. Deren Trainer hatte ebenfalls eine deprimierende Vorstellung seiner Mannschaft (1:5 in Leverkusen) gesehen. "Die Konkurrenz hat sich noch dümmer angestellt als wir. Das ist das einzig Gute", suchte auch Wolfgang Wolf nach einem positiven Aspekt des Wochenenddilemmas. Mit der erfolglosen Konkurrenz waren neben Mainz noch Köln (ein respektables, aber letztendlich wohl zu dünnes 2:2-Remis in München), Frankfurt (0:1-Heimniederlage gegen Bremen) und sowohl Duisburg wie auch Wolfsburg gemeint, deren 1:1 keinem half: Der MSV kassierte unglücklich in der Schlussminute noch den 1:1-Ausgleich, während Wolfsburg für eine Heimelf in Abstiegsnöten eine denkbar schlechte Figur abgab. Klaus Augenthaler: "Die meisten meiner Spieler konnten mit dem Druck des Siegenmüssens nicht umgehen." Damit hatten die Nürnberger keine Probleme, deren bemerkenswerte Serie aus den letzten fünf Spielen (vier Siege, ein Remis) mit dem gut herausgespielten Erfolg gegen Mainz eine Fortsetzung fand. Der Zwischenspurt verschaffte der Truppe von Hans Meyer einen Sieben-Punkte-Puffer zu Rang 16.

André Schulin
Begegnungen
  2:2(2:2)  
  1:1(0:0)  
  2:1(2:1)  
  5:1(2:0)  
  0:1(0:0)  
  2:0(0:0)  
  3:0(1:0)  
  0:2(0:0)  
  0:1(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
177
Tore gesamt
861
Tore pro Spiel
2,81
  •  1,61 Heim
  •  1,21 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

50 %
Über 3,5

27 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

24
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
404.200

Durchschnitt
44.911
Tore pro Spieltag in der Saison 2005/2006

News zum Spieltag

Wenn schon das Spiel nicht so interessant war, soll wenigstens die Pressekonferenz interessant sein.

— Ewald Lienen zu Wortspielen mit seinem Trainerkollegen Wolfgang Wolf