Bundesliga

Ein schäbiges Dutzend

Leistete die Vorarbeit zu zwei VfL-Toren: Diego Klimowicz
Ob der VfB Stuttgart und der FC Bayern nach ihren Niederlagen im Titelrennen entscheidend zurückgeworfen wurden, kann nur die Zukunft beantworten. Fakt ist, dass die schlappen zwölf Treffer des Spieltages den Tiefpunkt der Saison darstellten.

Hätte diese Saison nicht schon so viele überraschende Wendungen produziert, könnte man mutmaßen, dass der Titelkampf lediglich noch zwischen Schalke und Werder ausgetragen wird. Die Knappen kamen zu einem glücklichen 1:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart, der die Schwaben sieben Punkte hinter den Tabellenführer zurückfallen ließ. Bayerns Aufholjagd, schon in der Vorwoche durch das Remis gegen die Bremer abgebremst, musste nach der 0:1-Niederlage in Frankfurt abgeblasen werden: Der Preuß’sche Fallrückzieher erweiterte den Münchener Rückstand auf neun Zähler zu den Königsblauen. Nur Bremen war nicht abzuschütteln. Eine Halbzeit lang boten die Mainzer im Weserstadion ebenbürtigen Widerstand, ehe die Gastgeber sich Vorteile erspielten und zu einem 2:0-Erfolg kamen. Schalke-Manager Andreas Müller sprach dennoch davon, dass der „Vierkampf“ um die Vergabe der Meisterschale noch nicht beendet wäre. „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie schnell man Punkte verlieren kann.“ Keinen Verlierer gab es im Spiel des BVB gegen den 1. FC Nürnberg (0:0). Allerdings büßte der Club den fünften Platz ein - Leverkusen zog dank eines in der Nachspielzeit erzielten 1:0-Sieges gegen Mönchengladbach an den Franken vorbei. „Vom Charakter und vom Einsatz her haben wir nie wie ein Absteiger gespielt“, stellte Gladbach-Coach Jos Luhukay zurecht fest. Gegenüber der Vorwoche verschlechterte sich allerdings die Tabellensituation für das Schlusslicht.

Auch Bielefelds Aktien sanken. Der Einstand von Trainer Ernst Middendorp („Das Ergebnis entspricht nicht unseren Vorstellungen“) war nicht von Erfolg gekrönt. Die Arminia kassierte in Aachen ihre fünfte Auswärtsniederlage am Stück und manifestierte Rang 17. In der torreichsten Partie des Spieltages besiegte der VfL Wolfsburg den VfL Bochum mit 3:1, womit sich die Augenthaler-Elf dem Abstiegskampf vorerst entzog. „Man muss fast schon froh sein, dass man mit solch einer Leistung drei Punkte holen kann“, war der Wolfs-Dompteur mit der Vorstellung seines Rudels jedoch unzufrieden. Sein Pendant Marcel Koller hatte allerdings mehr Grund zum Klagen, schließlich fielen die Gäste auf einen Abstiegsrang zurück. Da war es wenig tröstend, dass sich der Bochumer Theofanis Gekas durch seinen Treffer im Torjägerranking gemeinsam mit Mario Gomez an die Spitze setzte (jeweils 13 Treffer). Cottbus landete einen Big-Point im Abstiegskampf: Die Heimpleite der Vorwoche gegen Aachen wurde mittels eines 1:0-Sieges bei Hertha BSC kompensiert. Ein 0:0 der besseren Sorte lieferten sich die Nordrivalen Hannover 96 und Hamburger SV. 96-Coach Dieter Hecking milderte den Punktverlust nebst der damit verbundenen Stagnation in der Tabelle durch die Erinnerung daran „…wo wir herkommen.“ Huub Stevens erinnerte sich ebenfalls daran, wo der HSV herkam und fand: „Das Ergebnis ist gerecht.“

André Schulin
Begegnungen
  0:1(0:0)  
  1:0(0:0)  
  0:0(0:0)  
  0:0(0:0)  
  1:0(0:0)  
  2:0(0:0)  
  3:1(2:0)  
  1:0(0:0)  
  2:0(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
837
Tore pro Spiel
2,74
  •  1,46 Heim
  •  1,27 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

77 %
Über 2,5

53 %
Über 3,5

30 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

12
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
392.400

Durchschnitt
43.600
Tore pro Spieltag in der Saison 2006/2007

News zum Spieltag

MDR zeigt Europacup-Finale mit Magdeburg

23.05.2017 15:27 | Mixed Zone

Der Suker ist natürlich ein Stehgeiger, der rumsteht.

— Franz Beckenbauer