Bundesliga

Gastmannschaften räumten ab

Mit seiner Einwechslung erwies sich BVB-Coach Thomas Doll als Goldfinger: Diego Klimowicz
Fünf Auswärtssiege standen am Ende des Rückrundenstarts - der Erfolg Bochums in Bremen war der Unerwarteste von allen. Frankfurts neuer Stürmer Martin Fenin fügte sich in das Eintracht-Spiel ein, wie das lange vermisste Teil eines Puzzles. Duisburg fehlten Sekunden, um sich vom Tabellenende zu lösen.

Meister VfB Stuttgart ging die Perspektive verloren, kurzfristig zur Spitzengruppe aufzuschließen. Die 1:4-Pleite beim FC Schalke fiel zudem unangenehm hoch aus, was Trainer Armin Veh auf das mangelnde Engagement seiner Spieler zurückführte. "Das heutige Spiel hatte was mit der Einstellung zu tun“, grollte er. Grund zur Unzufriedenheit hatte auch Bremens Übungsleiter Thomas Schaaf, der die Abschlussqualitäten seiner Auswahl anprangerte: „So etwas dürfen wir uns nicht mehr oft leisten“. Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC Bayern verlor Werder unverhofft Punkte, da erstmals in der Bundesligageschichte eine Heimniederlage gegen den VfL Bochum (1:2) notiert wurde. Die Münchener, im Freitagsspiel mit einem 2:1-Pflichtsieg in Rostock erfolgreich, durften sich also im oberen Teil der Tabelle als Gewinner fühlen. Gleiches musste auch Leverkusen attestiert werden, obgleich Bayers 3:2-Sieg in Cottbus in der turbulenten Schlussphase mit dem Prädikat „Glücklich“ zu versehen ist. „Alles war diesmal gegen uns“, klagte Energie-Coach Bojan Prasnikar und durfte dafür auf Verständnis treffen. Für den Hamburger SV hätte es schlimmer kommen können, als sich mit der 1:1-Punkteteilung gegen Hannover zu arrangieren. "Ich will die erste Halbzeit ganz schnell vergessen“, wusste Huub Stevens, wann die Partie hätte vollends verunglücken können. Der Karlsruher SC sah nach 45 Minuten gegen den Club ebenfalls nicht wie ein erklärter Gewinner aus, wusste sich aber im Gegensatz zu den Franken zu steigern und startete zurecht mit einem 2:0-Sieg in die Rückserie.

Mit ihren Auswärtserfolgen sicherten sich Bochum, Wolfsburg und Frankfurt nach hinten ab und etablierten sich im Mittelfeld. Die Hessen wirbelten die Berliner Hertha komplett durcheinander, hätten sogar noch deutlicher als mit 3:0 (alle Tore durch Neuzugang Fenin) gewinnen können. Wolfsburg musste bis zum Schlusspfiff auf der Alm um den Erfolg bangen (1:0), war jedoch um den einen Treffer besser als die Arminia. Borussia Dortmund blieb der Januskopf der Liga. Beim Tabellenschlusslicht MSV Duisburg lagen die Schwarz-Gelben zweimal mit zwei Treffern hinten, fanden aber zurück ins Spiel und durften Dank zweier Klimowicz-Tore eine 3:3-Punkteteilung feiern. Bitter für die Zebras, die kurz davor standen, die Rote Laterne abzugeben, dass der Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit zustande kam. „Man muss einfach aber auch mal den Sack zumachen“, sprach MSV-Trainer Rudi Bommer die Worte, die mit ihm einige seiner Kollegen zum Rückrundenstart dick unterstreichen würden.

André Schulin
Begegnungen
  1:2(0:2)  
  2:3(1:0)  
  2:0(0:0)  
  3:3(2:0)  
  1:1(0:1)  
  0:3(0:1)  
  0:1(0:1)  
  4:1(1:0)  
  1:2(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
860
Tore pro Spiel
2,81
  •  1,67 Heim
  •  1,14 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

54 %
Über 3,5

31 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

30
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
312.400

Durchschnitt
34.711
Tore pro Spieltag in der Saison 2007/2008

News zum Spieltag

Fußball spielt sich zwischen den Ohren ab. Da war teilweise Brachland, das neu bepflanzt werden musste.

— Rainer Bonhof