Bundesliga

Gewichte an den Beinen

Nach sechs Spieltagen am Tabellenende mit Cottbus auf einem Nichtabstiegsplatz hoch gerückt: Dennis Sörensen
Der FC Bayern sicherte sich eine Woche vor dem direkten Vergleich die Rolle des alleinigen Hoffenheim-Verfolgers; Hertha besetzte Platz drei. Energie Cottbus trennte sich von der Roten Laterne, die der steil abgestürzte KSC aufnahm.

„Andere Mannschaften würden aus diesen Chancen zwei Siege machen“, klagte Bochums Coach Marcel Koller nach der 1:1-Punkteteilung gegen den Hamburger SV und hatte dabei etliche vergebene Konterchancen des lebhaften und interessanten Vergleichs vor Augen. Relegationsplatz 16 blieb dem VfL somit erhalten, derweil sich die unmittelbaren Tabellennachbarn der Bochumer veränderten. Die zuvor sechs Wochen lang auf dem letzten Rang festsitzenden Cottbuser katapultierten sich dank ihres 3:1-Auswärtserfolges bei Borussia Mönchengladbach mit einem Schlag aus der Gefahrenzone und stürzten die Fohlenelf nach deren fünften Heimniederlage in die Bredouille. Trainer Hans Meyer war speziell über die erste Halbzeit seiner Mannschaft verärgert, der er gute Trainingsleistungen unterhalb der Woche attestierte. „Doch dann sind wir mit Gewichten an den Beinen auf den Platz gegangen“, so Meyer. Noch tiefer in der Tabelle sank indes der Karlsruher SC, der nach acht sieglosen Spielen am Tabellenende aufschlug. Eine völlig verkorkste erste Hälfte riss die Badener in den Schlamassel. Fast wäre der 0:3-Rückstand im Gastspiel bei Hannover 96 noch egalisiert worden, doch ein toller Reflex von Fromlowitz verhinderte in letzter Minute den Ausgleich. „Fast hätte sich die Mannschaft um den Lohn gebracht“, bestätigte Dieter Hecking, dass Hannovers Dreier am seidenen Faden hing.

In der oberen Tabellenhälfte war die zunehmende Konsolidierung des FC Bayern zu verzeichnen, der Leverkusen in der BayArena letztendlich ungefährdet mit 2:0 bezwang. „Wir haben schon nach 25 Minuten das Kräftemessen verloren“, fand Bruno Labbadia. Gleichzeitig verlor sein Team komplett den Anschluss an Spitzenreiter Hoffenheim, der sich eine Woche vor dem Gastspiel in München mit dem 3:0-Erfolg über Bielefeld eine gute Basis schuf, das Klassement auch nach Abschluss der Hinserie anzuführen. „Momentan haben wir eine richtig gute Konstanz“, freute sich Ralf Rangnick. Unter mangelhafter Konstanz litten bislang eine handvoll Teams, denen eine engere Anbindung an die Tabellenspitze zugetraut worden war. Werder Bremen (5:0 gegen Frankfurt) und der VfB Stuttgart (2:0 gegen Schalke) erzielten notwendige Siege, um halbwegs noch Schritt halten zu können, derweil das 1:1-Remis zwischen Dortmund und Wolfsburg zu unterschiedlichen Bewertungen der beteiligten Übungsleiter führte. Mit dem Spiel seiner BVB-Elf nicht zufrieden, wohl aber mit dem Punkt, erklärte sich Jürgen Klopp. Gegenpart Felix Magath drehte den Spieß um: „Ich bin mit dem Spiel, aber nicht mit dem Punkt zufrieden.“ Eitel Sonnenschein herrschte in Berlin, nachdem die Hertha ihren überraschend guten Lauf mit dem 2:1-Sieg gegen Köln bestätigte und den dritten Rang belegte. Trainer Lucien Favre („Das war ein schweres Spiel, der Gegner war stark“), öfter Mal über Kreuz mit Goalgetter Marko Pantelic, umarmte demonstrativ den Torjäger, der nach seiner Einwechslung per Kopf den Dreier sicherte.

André Schulin
Begegnungen
  2:1(1:1)  
  5:0(3:0)  
  0:2(0:0)  
  3:2(3:0)  
  1:3(0:1)  
  3:0(2:0)  
  2:0(0:0)  
  1:1(1:0)  
  0:0(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
169
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,70 Heim
  •  1,22 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

81 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

26
gesamt

Torverteilung

Aktuelle News

Rekordgewinn für Mainz 05
vor 12 Stunden | 1. Bundesliga
Zuschauer
Gesamt
343.000

Durchschnitt
38.111
Tore pro Spieltag in der Saison 2008/2009

Es gibt jetzt gerade überall auf anderen Pressekonferenzen Trainer, die denselben Käse erzählen wie ich.

— Rudi Völler