Bundesliga

Hoffenheim setzte den Wirkungstreffer

Einmal mehr stark im Berliner Gehäuse: Jaroslav Drobny
Nach Abschluss der Hinserie war vieles offen: Den Ersten (Hoffenheim) trennten lediglich drei Zähler vom Fünften (Leverkusen) und Tabellenschlusslicht Mönchengladbach blieben vier andere Teams in direkter Schlagdistanz erhalten. Die Hertha setzte ihrer erstaunlichen Konstanz mit einem torreichen Jahresabschluss die Krone auf.

Das West-Duell VfL Bochum gegen den 1. FC Köln bildete den Schauplatz für die letzte Bundesliga-Reportage Manni Breuckmanns im ARD-Rundfunk. Zum Abschluss seines 36-jährigen Radio-Kommentatoren-Daseins blieb Breuckmann die Übermittlung einer Nullnummer erspart; gleichwohl musste der nach eigener Aussage den Ruhrpott-Klubs nahe stehende Journalist die 1:2-Heimniederlage Bochums beschreiben. „Uns fehlt einfach das Glück“, klagte VfL-Coach Marcel Koller, dessen Mannschaft es in den letzten Spielminuten mit nur neun Gegenspielern zu tun hatte, da Geromel und Novakovic jeweils die Gelb-Rote Ampelkarte erblickten. Auch im mit Spannung erwarteten, die Hinrunde abschließenden Sonntagsspiel zwischen Hoffenheim und Schalke erlebte ein Team den Abpfiff in dezimierter Mannschaftsstärke: Die Knappen Jones und Engelaar mussten Gelb-Rot-bestraft vorzeitig vom Platz. Beim letzten Heimspiel-Auftritt in Mannheim (Carl-Benz-Stadion) benötigte 1899 Hoffenheim lediglich ein Unentschieden zur Herbstmeisterschaft, da am Vortag die beiden anderen Herbstmeister-Kandidaten FC Bayern (2:2 in Stuttgart) und Leverkusen (1:1 gegen Cottbus) keinen Sieg gelandet hatten. Das phasenweise überharte Spiel endete schließlich mit einem unterm Strich verdienten 1:1-Remis, das den Aufsteiger nach Abschluss der halben Serie als Klassenbesten auswies. Mit einem kleinen Schützenfest ging das andere Überraschungsteam der Hinserie, die Berliner Hertha (Platz 3), in die Winterpause. „Ich bin sehr zufrieden, aber das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen“, kommentierte Lucien Favre den 4:0-Erfolg über den Karlsruher SC, der sich nur hauchdünn vor den punktgleichen Cottbusern (Platz 16) behaupten konnte.

Halbwegs versöhnlich beendete Werder Bremen die Vorrunde. Die in der Fremde sieglosen Wolfsburger wurden mit 2:1 besiegt und in der Tabelle einkassiert. Dass man an der Weser mit dem Erreichen des 8. Platzes dennoch eine enttäuschende Halbzeitbilanz zog, drückte Thomas Schaafs Stellungnahme aus: „Im neuen Jahr werden wir das eine oder andere ändern müssen.“ Werders hanseatischer Konkurrent aus Hamburg hielt nach dem 1:0-Sieg gegen Frankfurt engen Kontakt zur Spitze, dem Spiel der Rothosen fehlte allerdings die rechte Würze. Eintracht-Coach Friedhelm Funkel („Ich bin sehr zufrieden, wie sich die Mannschaft hier präsentiert hat“) indes ärgerte sich lediglich über das Resultat. Der 1:1-Endstand zwischen Hannover 96 und Arminia Bielefeld wurde - wie Dieter Hecking, der Übungsleiter der Roten, meinte - nicht nur den 90 Minuten des Nachmittages gerecht: „Dieses Spiel war ein Rückblick auf die gesamte Vorrunde. Wir hatten gute und schlechte Phasen und uns am Ende mehr erhofft.“ Ganz gewiss hatte man auch in Mönchengladbach andere Visionen, als jene, die Hinserie auf dem letzten Platz zu beenden. „Wir haben verloren, aber so selten ist das nicht“, konnte Hans Meyer nur lakonisch feststellen, nachdem seine Truppe den Schwarz-Gelben Borussen mit 1:2 unterlegen war. Als Hoffnungsschimmer blieb Gladbach immerhin noch der Fakt, dass bis Nichtabstiegsplatz 15 lediglich zwei Zähler aufzuholen sind.

André Schulin
Begegnungen
  2:1(1:0)  
  2:1(1:1)  
  1:0(0:0)  
  2:2(1:0)  
  1:1(0:0)  
  1:1(1:0)  
  4:0(1:0)  
  1:2(0:1)  
  1:1(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
169
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,70 Heim
  •  1,22 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

81 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

24
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
381.700

Durchschnitt
42.411
Tore pro Spieltag in der Saison 2008/2009

News zum Spieltag

Diesen Philosophen brauchen wir hier nicht. Der Zwerg und ich reichen völlig aus.

— Zlatan Ibrahimovic über seinen Barcelona-Trainer Pep Guardiola sowie seinen 170cm großen Mitspieler Lionel Messi.