Bundesliga

Eine Runde weiter

Bestätigte seine Nominierung für die DFB-Elf mit einem satten Treffer: Cacau
Zuversicht allerorten: Wolfsburg, München, Berlin und Stuttgart durften ihren Traum, sich am 23. Mai mit Meister-T-Shirts zu schmücken, beibehalten. Mönchengladbachs Ambitionen, die Klasse zu erhalten, erhielten ebenfalls einen positiven Schub. Die Bremer päppelten ihren Ruf als Torfabrik der Liga auf.

Mit hoher Beschleunigung in die Zielkurve - alle vier Titelaspiranten packten noch drei Punkte auf ihr Saisonkonto obendrauf und gaben keinen Zentimeter Boden preis. Die ganz fragile Situation an der Tabellenspitze blieb identisch zur Vorwoche, da sowohl Tabellenführer VfL Wolfsburg als auch der FC Bayern einen 3:0-Erfolg hinlegten. Die Wölfe stoppten den Sturmlauf der Dortmunder, die zuvor nach sieben Siegen bis auf Rang 5 vorgeprescht waren. Diese Platzierung ging wieder verloren. "Wir haben hier nicht unverdient verloren, dennoch haben wir nicht das Gefühl, versagt zu haben“, beschrieb BVB-Coach Jürgen Klopp sein Empfinden. Leverkusens Übungsleiter Bruno Labbadia musste ein anderes Fazit ziehen. Seine Elf brach in München nach guten ersten 45 Minuten noch recht deutlich ein. Gegen Ende seiner Vertragslaufzeit bei den Bayern konnte Lukas Podolski sein Können nochmals aufblitzen lassen. Sein ehemaliger und künftiger Verein, der 1. FC Köln, musste sich derweil der Berliner Hertha 1:2 beugen, deren Titelambitionen intakt blieben. Stuttgart hatte eine kurzfristig noch stark erhöhte Hürde auf Schalke zu überwinden: Goalgetter Mario Gomez musste wegen einer Verletzung auf den Einsatz verzichten. Der Gewaltschuss, mit dem Cacau die Schwaben 1:0 in Führung brachte, drückte jedoch schon früh die Entschlossenheit der Gäste aus, ihre Titelchancen verbissen zu verteidigen. Dennoch musste der 2:1-Erfolg bei den Königsblauen als glücklich bezeichnet werden. Glücksgefühle hatte der HSV in den letzten Wochen reichlich entbehren müssen - die Rückkehr auf den 5. Rang nach dem souveränen 3:1 gegen zögerliche Bochumer entschädigte ein wenig.

Hoffenheims zweiter Rückseriensieg in Folge war schmeichelhaft und für die 0:2 unterlegenen Bielefelder ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Energie Cottbus fing sich den Nackenschlag in letzter Minute, als Dante im „6-Punkte-Spiel“ gegen Gladbach der Fohlenelf erneut einen auf den letzten Drücker produzierten Dreier verschaffte. „Dieser Sieg steht uns richtig gut zu Gesicht“, strahlte Hans Meyer. Sein Team war das einzig siegreiche Kellerkind des Spieltages. Mit dem deprimierenden Gefühl, eine 2:0-Führung - und damit eine reelle Rettungs-Chance - noch aus der Hand gegeben zu haben, musste der KSC klarkommen. „Wir haben zu Beginn Fußball mit Leidenschaft gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Dann haben wir uns in drei Minuten alles kaputt gemacht“, sagte Edmund Becker. Die 2:3-Niederlage gegen Hannover beließ den Rückstand zum rettenden Ufer bei vier Punkten. Die Wundertüte der Saison, Werder Bremen, offenbarte sich mal wieder als Tormaschine. Nachdem Frankfurts Patrick Ochs das Feld räumen musste (50., Rote Karte) hauten die Grün-Weißen den Hessen, wie im Hinspiel, fünf Gegentore rein. „In der zweiten Halbzeit waren wir aber nur noch fünf Minuten konzentriert“, erklärte Friedhelm Funkel die Torflut.

André Schulin
Begegnungen
  3:0(0:0)  
  2:3(2:2)  
  1:2(0:1)  
  3:0(1:0)  
  0:5(0:0)  
  1:2(1:1)  
  3:1(2:0)  
  0:1(0:0)  
  0:2(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
169
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,70 Heim
  •  1,22 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

81 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

29
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
378.100

Durchschnitt
42.011
Tore pro Spieltag in der Saison 2008/2009

News zum Spieltag

Wir streben nicht an, in Zukunft immer mit 0:1 hinten zu liegen.

— Ralf Rangnick