Bundesliga

Das Spitzenduo setzte sich ab

Mit vollem Risiko zum 1:0 getroffen: Andreas Ivanschitz
Weder Leverkusen noch der Hamburger SV liefen erhöhte Gefahr, ihre erste Niederlage zu kassieren. Der HSV erfreute sich allerdings kräftiger Mithilfe des Gegners. Ralf Rangnicks Hoffenheimer verloren den Kontakt zur Spitze, die beharrlich punktenden Schalker und Bremer zogen vorbei. Köln konnte erneut in München punkten.

„Die drei Tore waren außergewöhnlich“, formulierte HSV-Coach Bruno Labbadia das Missgeschick der Herthaner, die den 3:1-Auswärtserfolg der Hamburger unfreiwillig aber tatkräftig unterstützten. Friedhelm Funkel, frisch verpflichteter neuer Übungsleiter der Berliner, war der gleichen Ansicht, schaltete aber umgehend weiter auf das dringendste Bedürfnis des Tabellenletzten: „Wir brauchen jetzt ein Erfolgserlebnis.“ Einige andere Mannschaften dürften sich von diesem Satz ebenfalls angesprochen fühlen. Vor allem Borussia Mönchengladbach, das nach dem verlorenen Borussen-Duell mit dem BVB vier Niederlagen in Serie beklagt und sich mit Müh und Not oberhalb der gefährdeten Ränge hielt (Platz 15). Nürnberg war chancenlos in Leverkusen und rutschte auf den vorletzten Platz ab. Frankfurts Auswärtsserie riss in Gelsenkirchen. Erstmals kamen die Hessen mit leeren Händen zurück, bewahrten jedoch ihren 9. Rang, da die unmittelbar hinter ihnen platzierten Klubs sieglos blieben.

Die beiden Erstplatzierten der vergangenen Saison spielten Unentschieden, und verloren dadurch nochmals Boden zur Tabellenspitze. Meister VfL Wolfsburg (Armin Veh: „Wir haben zwei Punkte liegen lassen“), zu Gast in Bochum, verdarb sich ein erfolgreicheres Abschneiden durch eine schlechte Chancenverwertung, derweil Vizemeister FC Bayern trotz aller Überlegenheit den 1. FC Köln kaum einmal ernsthaft bedrohte und den FC nun im vierten Heimspiel in Serie nicht bezwingen konnte. Zwei Lattentreffer in der ersten Hälfte sprachen für ein wenig Pech im Spiel, insgesamt war es jedoch „… zu wenig“, wie Louis van Gaal eingestand. Weitaus mehr war im Spiel zwischen Hannover und Freiburg los. Als „Oft wild und unorganisiert“ charakterisierte Robin Dutt seine Breisgauer, derweil auch 96-Coach Andreas Bergmann einen Roten Faden vermisste: „Das Spiel war insgesamt sehr unruhig und über lange Zeit auch sehr eng.“ Die Niedersachsen pirschten sich dank des 5:2-Erfolges bis auf einen Zähler an die auf Rang 10 platzierten Gäste heran.

An der Spitze tauschten Leverkusen und Hamburg die Plätze. Aufgrund Hoffenheims Niederlage in Mainz (1:2) bauten die beiden noch ungeschlagenen Teams ihren Vorsprung auf vier Zähler aus, vor den auf Platz drei hochgerückten Schalkern. Dahinter zeigten die seit sieben Spielen unbesiegten Bremer Flagge: Ihr 2:0-Auswärtserfolg in Stuttgart wurde mit einer spielerischen Kompaktheit eingefahren, von der die unterlegenen Schwaben weit entfernt wirkten. „Nach hinten war es nicht viel, nach vorne auch nicht“, fasste ein enttäuschter Markus Babbel zusammen. Sein Gegenüber Thomas Schaaf durfte frohlocken:„Wir sind wieder einen Schritt weitergekommen.“

André Schulin
Begegnungen
  2:0(0:0)  
  0:0(0:0)  
  4:0(3:0)  
  5:2(3:1)  
  1:1(0:0)  
  2:1(2:0)  
  0:1(0:1)  
  0:2(0:1)  
  1:3(1:3)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
866
Tore pro Spiel
2,83
  •  1,51 Heim
  •  1,32 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

55 %
Über 3,5

32 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

25
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
372.400

Durchschnitt
41.378
Tore pro Spieltag in der Saison 2009/2010

News zum Spieltag

Bei ihm im Zimmer haben wir zwei Feuerlöscher anbringen lassen, weil der so brennt.

— Stefan Kuntz über Davie Selke bei der U21-EM