Bundesliga

Kein Wackeln der Spitzenklubs

Torschütze per Schiedsrichterentscheid: Marcell Jansen
Unerschütterlich behaupteten sich Dortmund, Leverkusen und Hannover am oberen Ende der Tabelle. Im unteren Bereich rückte man zusammen, da Gladbach und Stuttgart ihre Heimaufgaben erfolgreich bewältigten.

Kölns Gegentrefferbilanz wurde in Dortmund zwar nur unwesentlich aufgestockt, ein knappes 1:0 blitzte nach den 90 Minuten von der Anzeige. Am verdienten Erfolg des schwarzgelben Spitzenreiters kam jedoch trotz des dünnen Resultats kein Zweifel auf. Die zweitplatzierten Leverkusener brauchten nicht einmal an ihre Leistungsgrenze zu gehen, um Wolfsburg 3:0 zu bezwingen und ihre Position souverän zu bestätigen. Und schließlich kamen auch die Rang 3 verteidigenden 96er zu einem 3:1-Erfolg über den FC Bayern, ohne dass ihnen in erkennbarem Ausmaß Nervosität oder Hektik attestiert werden musste. Vom Top-Trio perlte der Erfolgsdruck also ab, was von den Verfolgern nicht unbedingt zu behaupten war. Louis van Gaal ("Ich wusste, dass sehr viel Druck auf den Schultern meiner Spieler lag“) fand dann auch lediglich lobende Worte für die Kampfkraft seiner Elf: „Das war sehr gut. Reicht aber nicht“. Es sollte für die Münchener nicht einmal reichen, den vierten Platz zu behalten.

Denn die Erfolgsgeschichte zweier weiterer „Überraschungsmannschaften“ wurde fortgeschrieben. Eine davon, der FSV Mainz, steckte im Gastspiel beim Hamburger SV zwei Rückstände - darunter den irregulären 0:1-Treffer - einfach weg und schob sich dank des 4:2-Sieges am FCB vorbei. Sowohl beim HSV, wo Vorstandschef Bernd Hoffmann die Verlängerung seines Vertrages verweigert wurde, als auch beim FCB, wo van Gaals Position hinterfragt wurde, hinterließen die Niederlagen personelle Wirkungstreffer. Vollste Zufriedenheit dagegen im Lager des 1. FC Nürnberg, der mit Rang 6 seine beste Saisonplatzierung einnahm. „Das war heute überragend“, strahlte Dieter Hecking angesichts der 5:0-Demonstration (vier Eigler-Tore) aus allen Knopflöchern. Die Gäste des FC St. Pauli kamen bei den Franken nie über die Statistenrolle hinaus.

Ähnliche Vorwürfe mussten sich die Hoffenheimer für ihren Auftritt in Mönchengladbach gefallen lassen. „Ich denke, dass wir heute keine Punkte verdient gehabt hätten“, lautete das unwidersprochene Fazit Marco Pezzaiuolis. Gladbach dampfte den Rückstand zu Platz 16 wieder auf drei Zähler zusammen und bekam neben Stuttgart auch noch Kaiserslautern (0:0 in Frankfurt) in Reichweite. Der VfB profitierte gegen Schalke von einer zweifelhaften Elfmeterentscheidung, um den zweiten Heimsieg der Rückserie einzufahren. Durch seinen zweiten Auswärtsdreier (3:1 in Freiburg) entkam Werder Bremen der sich gefährlich aufbauenden Drohkulisse, einen Abstiegsplatz einzunehmen. Gleichwohl blieb es für die Grünweißen, wie bis hinauf zu den auf Rang 10 verharrenden Königsblauen noch angespannt. Acht Zähler trennten den Letztplatzierten vom Zehnten.

André Schulin
Begegnungen
  1:0(1:0)  
  5:0(3:0)  
  3:1(1:0)  
  0:0(0:0)  
  1:0(1:0)  
  2:0(0:0)  
  3:0(3:0)  
  1:3(0:1)  
  2:4(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,65 Heim
  •  1,27 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

57 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

26
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
400.200

Durchschnitt
44.467
Tore pro Spieltag in der Saison 2010/2011

News zum Spieltag

Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben ... Den Rest habe ich einfach verprasst.

— George Best