Bundesliga

Entscheidungen vertagt

Belebte Gladbachs Hoffnungen: Mohamadou Idrissou
Der Sieg des Tabellenletzten gegen den Ersten markierte die größte Überraschung des österlichen Spieltages. Damit verbunden waren neue Spannung in Meisterschaft und Abstiegskampf. Im Fernduell konterte Hannover den FCB im Rennen um Platz drei aus.

Eine vorzeitige Meisterschaftsfeier der Dortmunder lag im Bereich des Möglichen. Leverkusens Erfolg über Hoffenheim durchkreuzte die Hoffnungen der Schwarzgelben jedoch bereits bevor der BVB mit der 0:1-Niederlage beim Tabellenschlusslicht aus Gladbach seinen eigenen Beitrag dazu einbrachte, die Spannung hoch zu halten. „Ich würde mir Sorgen machen, wenn wir keine Chancen mehr herausgespielt hätten, aber es waren gleich mehrere gute", umschrieb Jürgen Klopp den Knackpunkt der Partie: Einmal mehr stimmte die Chancen/Treffer-Relation bei den Schwarzgelben nicht. Für den Abstiegskampf war dieses Resultat natürlich ebenfalls von Relevanz.

Leverkusen behielt also weiterhin die Rolle des Jägers, in die unfreiwillig auch der FC Bayern schlüpfte. Die 1:1-Punkteteilung von Frankfurt war nämlich nicht ausreichend, Platz drei gegenüber Hannover 96 zu verteidigen. „Insgesamt hatten wir kein Recht auf drei Punkte“, räumte Bayerns Interimscoach Andries Jonker ein. Die 96er sicherten sich neben dem geglückten Überholmanöver vorzeitig die Rechte an einem internationalen Startplatz. Das direkte Duell um den fünften Rang zwischen Mainz und Nürnberg (0:0) brachte keine Veränderung - und nutzte damit eher den vorn liegenden 05ern.

Diverse Verschiebungen verwirbelten die Perspektiven in der unteren Tabellenhälfte. Bremen (3:1 bei St. Pauli), Kaiserslautern (1:0 auf Schalke) und Stuttgart (3:0 gegen den HSV) schufen sich dank ihrer Erfolge gute Voraussetzungen auf den Klassenerhalt. Zumindest zu den direkten Abstiegsplätzen bauten diese Teams belastbare Polster auf. Kritisch blieb es für Frankfurt, trotz des Remis gegen die Bayern und auch für Köln verschärfte sich nach der dritten Niederlage am Stück die Lage. „Leider bekommen wir auswärts weiter zu einfach Gegentore …“, legte Frank Schaefer den Finger in die Wunde der mit kümmerlichen sechs Zählern bei weitem auswärtsschwächsten Elf. Besonders bitter für die Kölner, dass sie ihre 1:4-Pleite beim VfL Wolfsburg, einem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf bezogen. Verständlich das Durchatmen auf der Gegenseite: "Die Erleichterung ist riesig“, bekannte Felix Magath. Relegationsplatz 16 zu verlassen gelang den "Wölfen" mit diesem Dreier allerdings nicht. Ein Treffer Idrissous genügte indes den Gladbachern, nach 18 Spieltagen den letzen Platz abzugeben. „Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist da“, durfte Lucien Favre nach dem durchaus unerwarteten 1:0-Coup gegen Dortmund äußern, ohne dass Zweckoptimismus unterstellt werden musste. Neues Schlusslicht, nach der erschreckenden Ausbeute von einem Zähler aus den letzten neun Spielen, wurde der FC St. Pauli.

André Schulin
Begegnungen
  1:3(0:2)  
  1:3(1:0)  
  1:1(0:0)  
  0:1(0:1)  
  2:1(1:1)  
  3:0(1:0)  
  1:0(1:0)  
  4:1(2:1)  
  0:0(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,65 Heim
  •  1,27 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

57 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

23
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
362.600

Durchschnitt
40.289
Tore pro Spieltag in der Saison 2010/2011

News zum Spieltag

Sepp Meier hat seinen Hund erschossen. Immer wenn er ihn gefragt hat, wer der beste Torwart in Deutschland sei, hat er gesagt `Kleff, Kleff`

— Wolfgang Kleff