Bundesliga

Das Dessert vornweg

Zweifacher Dortmunder Torschütze: Kevin Großkreutz
Der Bundesligaauftakt geriet zum Appetitmacher. Am Freitag servierte der amtierende Meister Anschauungsunterricht von hoher Qualität, am Samstag zogen die Kämpfe um Standortbestimmungen der Klubs nach der Sommerpause in den Bann und am Sonntag sorgte der Ausrutscher des Rekordmeisters für die große Überraschung des ersten Spieltages.

Es war Jürgen Klopp anzumerken, wie zufrieden er war. Den 3:1-Sieg seiner Mannschaft gegen den Hamburger SV zu preisen, konnte er jedoch getrost anderen überlassen, wie zum Beispiel Michael Oenning. „Das, was Dortmund in der ersten Hälfte gespielt hat, ist ein Maßstab, den wir im Moment nicht leisten können. Ich bin mir auch nicht sicher, ob viele andere Mannschaften diesem BVB etwas entgegen setzen können“, meinte der HSV-Coach und dürfte damit auf allgemeine Zustimmung stoßen. Vizemeister Bayer Leverkusen, aufgrund seiner spielerischen Potenz ebenfalls der Spitzengruppe zuzurechnen, konnte im Gastspiel beim FSV Mainz nicht die nötige Zielstrebigkeit nachweisen und unterlag zu Recht mit 0:2. Und den FC Bayern dürften Deja-vu-Erlebnisse aus der vorigen Saison befallen haben. Seine überdeutlichen Feldvorteile blieben im Spiel gegen die konzentriert verteidigenden Gladbacher völlig wirkungslos, ein fehlerhaftes Abwehrverhalten bewirkte gar die unerwartete Niederlage. „Wir müssen ruhig bleiben …“, sah sich Jupp Heynckes genötigt, etwaige Überreaktionen einzudämmen.

Ganz andere Starts als in der letzten Saison legten Werder Bremen (2:0 gegen Kaiserslautern), der VfB Stuttgart (3:0 gegen Schalke) und der VfL Wolfsburg (3:0 in Köln) hin. „Wir haben wesentlich besser gespielt als zuletzt, viel flüssiger und zügiger“, fand Werder-Coach Thomas Schaaf und gab ein Kompliment an Rückkehrer Markus Rosenberg weiter, der beide Treffer markierte: „Er ist deutlich zielstrebiger geworden“. Der erfolgreichste Nordklub des letzten Jahres, Hannover 96, fand sich erneut auf der Siegerstraße wieder. „Meine Mannschaft ist in ihrer Spielweise weiter gewachsen“, urteilte Mirko Slomka nach dem knappen 2:1-Erfolg über Hoffenheim. Alle Treffer fielen nach Standardsituationen, wobei Schlaudraffs Freistoßtor aufgrund seiner Schlitzohrigkeit hervorstach.

Zufriedenheit im Lager des 51. Bundesliga-Mitglieds: Der FC Augsburg erfreute sich der 2:2-Punkteteilung gegen den SC Freiburg als gelungenem Einstieg in die höchste Spielklasse; auch weil man zwei Mal einen Rückstand egalisieren konnte. „Die Bundesliga ist ein Traum für jeden Fußballer“, schwärmte Doppel-Goalgetter Sascha Mölders. Nicht unbedingt einen Albtraum, zumindest aber einen unbefriedigenden Auftakt fing sich der zweite Aufsteiger, die Berliner Hertha. „Vom ganzen Auftreten her war es enttäuschend“, ließ Markus Babbel keinen Zweifel daran, dass er eine andere Leistung erwartet hatte, als Hertha bei der 0:1-Heimpleite gegen den 1. FC Nürnberg anbot.

André Schulin
Begegnungen
  3:1(2:0)  
  2:0(0:0)  
  2:1(2:1)  
  3:0(1:0)  
  0:3(0:1)  
  2:2(0:0)  
  0:1(0:0)  
  2:0(1:0)  
  0:1(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

23
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
462.100

Durchschnitt
51.344
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

News zum Spieltag

Ist das jetzt schon der Eckball oder noch die Wiederholung?... Die Fans jubeln, auf der Gegenseite muss etwas passiert sein... Jürgen Röber sollte seiner Mannschaft sagen, dass sie nur auf der linken Außenbahn spielen soll, damit wir wenigstens etwas sehen.

— Rene Hiepen beim "Nebelspiel" zwischen Hertha BSC und dem FC Barcelona