Bundesliga

Schiris in der Kritik

Nicht ganz glücklos: Jan Rosenthal
Kein Bundesligateam musste am 12. Spieltag ohne Torerfolg vom Platz. Zwei schafften es sogar, einen 0:2-Rückstand noch zu korrigieren. Als weniger gelungen empfanden einige Übungsleiter die Schiedsrichterleistungen.

Alles eine Frage der Perspektive: Hannover rückte aufgrund des 2:2-Unentschiedens gegen Schalke einen Platz in der Tabelle hoch, während die Gäste drei Ränge einbüßten. Trotzdem wirkte Schalke-Coach Huub Stevens zufriedener als sein 96er-Pendant Mirko Slomka („Wir müssen letztlich mit dem Punkt zufrieden sein, auch wenn ich es nicht bin"). Ein Sonderlob verteilte Stevens an Teemu Pukki, der bei seinem Startelfdebüt, als Ersatz für den verletzten Huntelaar, gleich zwei Tore erzielte. S04-Kollege Christian Fuchs machte beim Finnen allerdings ein elementares Manko aus: „Pukki muss noch lernen wie er in der Kurve feiert“. Grund zu feiern hatte allemal Hannovers Stürmer Mohammed Abdellaoue, der erneut zu Norwegens „Fußballer des Jahres“ gekürt wurde. Deutschlands amtierender „Fußballer des Jahres“, Manuel Neuer, sicherte Tabellenführer FC Bayern mit einer spektakulären Parade den am Ende knappen 2:1-Erfolg beim neuen Schlusslicht FC Augsburg.

Der Vorsprung der Münchener wuchs durch Schalkes Punktverlust noch etwas an; das fünf Zähler zurückliegende Verfolger-Dreigestirn aus Dortmund (5:1 gegen Wolfsburg), Bremen (3:2 gegen Köln) und Mönchengladbach (2:1 bei der Hertha) ließ jedoch nicht locker. Leverkusen indes konnte das Spiel gegen den Hamburger SV (2:2) nicht wie geplant dazu nutzen, sich der Spitzengruppe anzunähern. „Wenn man 2:0 führt, muss man gewinnen“, ärgerte sich Robin Dutt. Bayer war jedoch nicht das einzige Team, das einen Zweitore-Vorsprung nicht ins Ziel brachte. Der 1. FC Köln verlor mit gleicher Ausgangslage sogar noch. Für die außergewöhnlichen Begleitumstände der 2:3-Niederlage im Weserstadion sah Stale Solbakken eine Mitschuld beim Unparteiischen: „Die Schiedsrichterentscheidungen waren für mich manchmal zweifelhaft, aber Menschen machen eben Fehler“. Nicht gut auf den Referee war auch Bruno Labbadia zu sprechen: „Wir haben von der ersten Minute an gegen zwölf Leute gespielt. Das muss man so deutlich sagen", ärgerte sich der VfB-Coach nach Stuttgarts 1:3-Niederlage beim FSV Mainz.

Holger Stanislawski wusste kurz nach dem 1:1-Remis Hoffenheims gegen Kaiserslautern zunächst überhaupt nicht was er sagen sollte. Schließlich kam er dann zu dem Schluss: „Das einzig Positive an dem heutigen Spiel ist, dass wir einen Punkt mitgenommen haben“. Deren drei, und das nach langer Zeit des Wartens, heimsten die Mainzer gegen den VfB ein. Der vermutlich einzige 05er, der das Spiel mit gemischten Gefühlen aufnahm, war Yunus Malli: Aus taktischen Gründen musste der Youngster keine fünf Minuten nach seiner Einwechslung wieder vom Platz. Ungeteilte Freude machte sich im Lager der Freiburger breit. „Wir haben nicht ganz glücklos gewonnen“, formulierte SC-Übungsleiter Marcus Sorg nicht ganz stilsicher, aber im Kern korrekt den für die Breisgauer wichtigen 2:1-Auswärtserfolg beim Club.

André Schulin
Begegnungen
  3:1(0:0)  
  5:1(2:0)  
  3:2(0:2)  
  1:2(1:1)  
  1:1(1:0)  
  1:2(1:1)  
  2:2(2:1)  
  2:2(1:1)  
  1:2(0:2)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

34
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
394.900

Durchschnitt
43.878
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

News zum Spieltag

Holtby unterschreibt in Blackburn

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VfL Osnabrück nimmt van Aken unter Vertrag

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Tja, und dann sagt man immer, Schwatte können nicht schießen.

— Collin Benjamin nach seinem 1:0-Siegtor in Hannover, das er mit einem Volltreffer an die Unterkante der Latte erzielte