Bundesliga

Dortmunder Frust

Klärte regelkonform: Marcel Schmelzer
Der Spitzenreiter zog noch weiter davon, die Nachzügler fielen noch weiter zurück und im Mittelfeld stellten sich wie gewohnt Verschiebungen ein. Ungewohnt schnell reagierte der DFB auf einen offensichtlichen Fehler.

Die Augsburger wehrten sich zwar nach Kräften, mussten dem überlegenen Tabellenführer FC Bayern jedoch die volle Punktausbeute überlassen. Da mit Leverkusen, Dortmund und Schalke die drei nächsten Verfolger geschlagen den Platz verließen, wuchs der Vorsprung der Münchner kräftig an. Der 2:0-Erfolg beim FCA bescherte dem FC Bayern auch noch ein statistisches Bonbon: Nach diesem letzten Auswärtsauftritt der Hinrunde blieb es bei dem nur einen Gegentreffer auf fremden Plätzen, den die Heynckes-Elf in Nürnberg kassierte - ein neuer Rekord. Äußerst verärgert über ihre Niederlage, das 2:3 auf eigenem Platz gegen den Wolfsburg, zeigten sich die Dortmunder. Der nachvollziehbare Frust der Schwarzgelben bezog sich im wesentlichen darauf, dass ein fälschlich verhängter Handelfmeter, der zudem vom Platzverweis Schmelzers begleitet wurde, das Spiel beeinflusste. Ein wenig Schadensbegrenzung offerierte der DFB dahingehend, dass Schmelzer um eine Sperre herum kam: „Schiedsrichter Wolfgang Stark hat einen Irrtum eingeräumt“, lautete eine frühe Stellungnahme des Verbandes.

Der VfB Stuttgart kam, von atmosphärischen Störungen mit Teilen der Fans abgesehen, immer besser ins Laufen. Nach Siegen gegen Augsburg und Greuther Fürth feierten die Schwaben mit dem 3:1-Erfolg über Schalke den dritten Sieg in Folge sowie den Sprung auf Rang sechs - ihre beste Saisonplatzierung. „Für uns war das ein großer Sieg, nur 43 Stunden nach dem Molde-Spiel“, freute sich Bruno Labbadia. Mainz (0:2 in Gladbach) und Bremen (1:4 in Frankfurt) waren die Verlierer im nach wie vor eng gestaffelten Mittelfeld. „Es mangelt uns an Konstanz“, fand Werder-Kapitän Clemens Fritz. Erneut waren die Grünweißen daran gescheitert, zwei Siege in Folge einzufahren. Hoffenheim war dies anfangs der Saison geglückt; die triste Gegenwart bescherte den Kraichgauern nach dem 0:2 beim Hamburger SV nun jedoch die fünfte Niederlage am Stück. Die happigen sechs Zähler Rückstand der TSG auf Rang 15 waren jedoch harmlos im Vergleich zur Zehn-Punkte-Distanz Augsburgs und Greuther Fürths. Die Trainer beider Teams mussten das vertraute alte Lied von Abschlussschwächen und vermeidbaren Abwehrfehlern anstimmen. „Wir haben ein Spiel gesehen, das uns bekannt vorkommt“, meinte dann auch Mike Büskens, der schier zu verzweifeln schien, als Nöthes Schuss aus der 82. Spielminute fast schon im gegnerischen Tor zu wähnen war, als der Freiburger Krmas seine Fußspitze noch dazwischen bekam. Ein anderer Schuss, mit sehr ungewöhnlicher Flugbahn, fand hingegen den Weg ins Netz: Arango fügte seiner Kollektion sehenswerter Tore den 44-Meter-Treffer zum 2:0 der Gladbacher gegen Mainz zu.

André Schulin
Begegnungen
  2:0(1:0)  
  2:3(1:2)  
  3:1(2:1)  
  2:0(1:0)  
  1:0(1:0)  
  0:2(0:1)  
  4:1(0:0)  
  2:0(0:0)  
  3:2(1:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
173
Tore gesamt
898
Tore pro Spiel
2,93
  •  1,59 Heim
  •  1,34 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

82 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

28
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
421.900

Durchschnitt
46.878
Tore pro Spieltag in der Saison 2012/2013

Höchstens als Karnevalsprinz.

— Karl-Heinz Körbel auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, als Trainer auch nach Mainz zu gehen