Bundesliga

Spieltag voller Überraschungen

Fast unüberwindbar: Marc-André ter Stegen
Dass ein klar überlegenes Team das Feld nicht zwangsläufig als Sieger verlässt, war die Kernaussage des 8. Spieltags. Ziemlich krass wurde dies in den Spielen der beiden Führenden dargestellt. Für bemerkenswerte Überraschungen sorgten zudem Eintracht Braunschweig und der Hamburger SV.

Finnisches Understatement? „So wie Bayern gespielt hat, hätte das Ergebnis auch anders ausgehen können“, sagte Sami Hyypiä zum 1:1-Remis seiner Leverkusener gegen die drückend überlegenen Münchner (27:5 Torschüsse, 78% Ballbesitz). Der trotz des Unentschiedens zum neuen Tabellenführer avancierte FCB stand jedoch mit seiner im Endergebnis unterbewerteten Leistung aber nicht allein da. Den entthronten Schwarzgelben erging es sogar noch schlechter. Beim Gastspiel in Mönchengladbach ähnlich dominant (27:6 Torschüsse, 57% Ballbesitz), ging Jürgen Klopps Elf mit einer 0:2-Niederlage sowie einer Roten Karte gegen Hummels (80.) geschlagen vom Platz. „Am Ende gewinnen wir unverdient, das können wir klar sagen“, räumte Lucien Favre ein. Gemeinsam war den Überraschungserfolgen von Bayer und Gladbach jedoch, dass sie jeweils auf Keeper vertrauen konnten, Leno und ter Stegen, die reihenweise Großchancen der Gegner vereitelten. Auch der VfB Stuttgart (1:1 gegen Bremen), 1899 Hoffenheim (2:2 in Mainz) und der VfL Wolfsburg konnten in ihren Partien geltend machen, anhand von Torchancen und Spielanteilen alle Vorteile auf ihrer Seite gehabt zu haben. „Stuttgart war eindeutig die spielbestimmende Mannschaft“, gab beispielsweise Werder-Coach Robin Dutt zu. Ein Dreier sprang jedoch für keine der genannten Mannschaften heraus.

Wie tief der Stachel der 0:2-Niederlage des VfL Wolfsburgs gegen Eintracht Braunschweig saß, verriet Dieter Heckings Reaktion: „Wir müssen uns die Punkte im Rückspiel in Braunschweig zurückholen“. Als klarer Favorit ins Niedersachsen-Derby gegangen fingen sich die „Wölfe“ ihre erste Heimpleite ausgerechnet in dieser Partie ein. Völlig gegensätzlich die Stimmung bei den „Löwen“ nach ihrem ersten Sieg: „Wir haben 90 Minuten nahezu fehlerfrei gespielt und eine gute Grundordnung gezeigt. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, freute sich Torsten Lieberknecht. Braunschweig blieb Tabellenletzter, schloss aber zu Freiburg auf und konnte sich auch den Nürnbergern nähern. Die Clubberer blieben nicht nur wie der SCF noch sieglos, sie wurden auf eigenem Platz vom Hamburger SV mit 5:0 deklassiert. „Ich muss jetzt auch für mich mal nachdenken“, reagierte Michael Wiesinger betroffen auf die heftige Klatsche. HSV-Stürmer Lasogga konnte in diesem Spiel eine Bundesligabestmarke feiern: Seine innerhalb von acht Minuten erzielten drei Treffer gingen als schnellster Auswärts-Hattrick in die Geschichte ein. Der HSV fand den Anschluss ans Mittelfeld, in dem Frankfurt (1:1 in Freiburg) und Augsburg (1:4 auf Schalke) nicht vorankamen. Hannover und die Hertha, die Kontrahenten des Freitagsspiels, verblieben nach ihrem 1:1-Unentschieden auf Europapokalrängen.

André Schulin
Begegnungen
  1:1(1:0)  
  4:1(2:1)  
  2:0(0:0)  
  1:1(1:1)  
  0:2(0:1)  
  2:2(0:2)  
  1:1(1:1)  
  0:5(0:1)  
  1:1(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
178
Tore gesamt
967
Tore pro Spiel
3,16
  •  1,75 Heim
  •  1,41 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

85 %
Über 2,5

61 %
Über 3,5

39 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

26
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
355.132

Durchschnitt
39.459
Tore pro Spieltag in der Saison 2013/2014

News zum Spieltag

Eine Drehung mehr und ich wäre im Rasen verschwunden.

— Thomas Häßler über den tiefergelegten Rasen