Drees zu Videobeweis-Entscheidungen: Nur einmal falsch

von Jean-Pascal Ostermeier15:20 Uhr | 15.09.2019
Drees hält Mehrzahl der VAR-Entscheidungen für richtig
Den erneuten Diskussionen zum Trotz hat DFB-Projektleiter Jochen Drees die Mehrzahl der bis Sonntag erfolgten Entscheidungen durch den Videobeweis am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga als korrekt eingestuft. Einzig das Foulspiel am Bremer Davy Klassen bei Union Berlin (2:1) und die danach getroffene Entscheidung auf Straßstoß nannte Drees falsch.


"Nach Sichtung der Bilder kam der Video-Assistent zu der Bewertung, dass der leichte Kontakt am Bein des Bremer Spielers nicht ursächlich für den Fall des Spielers war. Aus diesem Grunde war der Eingriff des Video-Assistenten und die Empfehlung, einen On-Field-Review durchzuführen, korrekt", sagte Drees auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Nach Ansicht der Bilder am Monitor in der Review-Area blieb der Schiedsrichter allerdings bei seiner ursprünglichen Entscheidung, da nur er selbst die endgültige Entscheidung in einem solchen Prozess trifft."



Die weiteren Entscheidungen des Unparteiischen Tobias Welz (Wiesbaden) seien allerdings ebenso korrekt gewesen wie die am Freitag in der Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und dem VfL Wolfsburg (1:1) von Manuel Gräfe (Berlin) und seinem Team.

"Im vorliegenden Fall konnte nicht zweifelsfrei der Beweis geführt werden, dass der Ball mit vollem Umfang die Seitenlinie überschritten hatte", sagte Drees über die Szene vor der Düsseldorfer Führung: "Um in solchen Situationen eine hohe Sicherheit zu erzielen, wäre es notwendig, eine Kamera auf oder über den Seitenlinien zu positionieren, ähnlich wie es bei der Torerzielung mittels der Torlinientechnologie erfolgt."

(sid)

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