1. Bundesliga

Heynckes zu Europapokal-Flop: "Viele Faktoren" als Gründe

13:06 Uhr | 08.12.2017




Bayern-Trainer Jupp Heynckes hat nach dem schwachen Europapokal-Abschneiden der Fußball-Bundesligisten in der Gruppenphase eine kritische Analyse angemahnt.

«Man muss sich Gedanken machen», sagte der 72 Jahre alte Heynckes in München. Dabei müssten aus seiner Sicht sportliche und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden: «Viele Faktoren kommen da zusammen.»

So werde es für die Bundesliga-Clubs in der Spitze immer schwerer, weil etwa die englischen Vereine über riesige Geldsummen verfügten: «Der FC Bayern kann da noch in etwa mithalten. Für die anderen deutschen Clubs ist das schwierig.» Die deutschen Vereine müssten darum noch mehr Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit legen.

In der Champions League schaffte nur Heynckes' FC Bayern den Sprung ins Achtelfinale. Borussia Dortmund, das in der Königsklasse sieglos blieb, und RB Leipzig dürfen wenigstens als Gruppendritte in der Europa League weiterspielen. 1899 Hoffenheim, der 1. FC Köln und Hertha BSC sind dagegen alle aus der Europa League ausgeschieden.

Heynckes plädierte dafür, auch jeden Einzelfall zu betrachten. Leipzig und Hoffenheim seien erstmals im Europapokal angetreten. Und der 1. FC Köln leide in dieser Saison einfach insgesamt extrem unter dem Verlust von Torjäger Anthony Modeste.

Die Fußball-Bundesliga in der Gruppenphase der Europacups:

Die Bundesliga steht auf einem enttäuschenden neunten Platz. Mit 5,714 Punkten liegt die deutsche Elite-Klasse damit nicht nur hinter den anderen großen Ligen aus England, Italien, Spanien und Frankreich zurück, sondern auch hinter Zypern oder Österreich. Zudem sind 2018 nur noch drei von ursprünglich sieben deutschen Startern dabei: Bayern München in der Champions League und die «Absteiger» Borussia Dortmund und RB Leipzig in der Europa League. Das dort ursprünglich ins Rennen gegangene Quartett ist geschlossen ausgeschieden.

In der Fünfjahreswertung belegt die Bundesliga weiterhin Rang vier, der für die kommenden Jahre vier feste Champions-League-Startplätze sichern würde. Allerdings schmilzt der Vorsprung auf den Fünften Frankreich weiter. Aktuell hat die Bundesliga noch rund 15 Punkte Vorsprung. Mehr als sechs wird sie nach der Saison durch den Wegfall der Spielzeit 13/14 verlieren. Und in der zweiten Hälfte dieser Saison sind die Franzosen noch mit vier Teams in den beiden Wettbewerben vertreten, deren Punkte zudem nur durch sechs statt wie bei der Bundesliga sieben geteilt werden. In die Saison war die Bundesliga noch als Zweiter gegangen.

(dpa)

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Wir wollen schon, aber die anderen wollen noch weniger.

— Karl-Heinz Rummenigge auf die Frage, ob die Bayern gar nicht Meister werden wollen