Hoffenheimer Bebou schürt Mainzer Ängste

von Jean-Pascal Ostermeier17:29 Uhr | 30.05.2020
Bebou (l.) erzielt den Siegtreffer für die TSG
Die TSG Hoffenheim hat die Abstiegsängste des FSV Mainz 05 geschürt. Die Kraichgauer gewannen am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:0 (1:0) bei den Rheinhessen. Für den FSV sieht es nach dem fünften Spiel ohne Dreier in Folge düster aus. Dagegen dürfen die Hoffenheimer, die durch Steven Zuber sogar einen Strafstoß vergaben (27.), nach dem Treffer von Joker Ihlas Bebou (43.) weiter auf die Teilnahme an der Europa League hoffen.


Für FSV-Trainer Achim Beierlorzer waren seine Duelle mit der TSG in der Hinrunde durchaus kurios. Nach einer Pleite gegen Hoffenheim (1:2) wurde er beim 1. FC Köln entlassen, am darauffolgenden Spieltag feierte er bei seinem Debüt als Mainzer Coach einen deutlichen Sieg (5:1) bei den Kraichgauern.

Beim Geisterspiel in Mainz verhinderte FSV-Torwart Florian Müller den frühen Rückstand für seine Mannschaft. Der Keeper entschärfte einen Freistoß des dänischen Standardspezialisten Robert Skov (7.). Auf der Gegenseite sorgte Taiwo Awoniyi mit einer Einzelaktion für Gefahr (10.).

9

Ihlas Bebou
HoffenheimAngriffTogo
Zum Profil

Person
Alter
26
Größe
1,83
Gewicht
72
Fuß
R
Saison 2019/2020

Bundesliga

Spiele
32
Tore
6
Vorlagen
1
Karten
1--


Insgesamt ging es ziemlich ruppig zu, nach 19 Minuten hatte Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) bereits vier Verwarnungen paritätisch verteilt. Das lag vor allem daran, dass beide Teams ihre zahlreichen Fehler immer wieder mit Hilfe von Fouls ausbügeln mussten.

Hoffenheim hätte bereits nach einer guten halben Stunde in Führung gehen können: Zuber kam mit seinem schwach getretenen Strafstoß nicht an Müller vorbei. Zuvor war TSG-Senkrechtstarter Christoph Baumgartner gleich von zwei Mainzern (Alexander Hack und Ridle Baku) gefoult worden.



Wenig später traf der Mainzer Robin Quaison per Freistoß den Pfosten (34.). In dieser Phase waren die Mainzer besser, gegen Ende der unterhaltsamen ersten Hälfte mit zahlreichen Strafraumszenen und sieben gelben Karten (Einstellung des Bundesligarekords) kamen aber noch einmal die Gäste auf. Erst vergab Skov (42.), der kurz zuvor eingewechselte Bebou machte es Sekunden später besser.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Beierlorzer gleich drei neue Spieler, um seiner Mannschaft neuen Schwung zu verleihen. Hoffenheim wechselte doppelt. Trotz der personellen Veränderungen blieb es turbulent. So wurde der vermeintliche Ausgleich durch Awoniyi aufgrund eines vorhergehenden Fouls an TSG-Torwart Oliver Baumann nicht anerkannt (60.).


Kurz darauf hoffte Awoniyi vergebens auf einen Elfmeter (68.), Baumann war beim fraglichen Zweikampf wohl tatsächlich unschuldig. Dennoch lag ein Mainzer Treffer in der weiterhin hitzigen Begegnung in der Luft. Die beste Chance vergab aber der Hoffenheimer Youngster Maximilian Beier (75.).

(sid)

Ich habe den Schiedsrichter Eierkopp genannt. Im Rheinland, wo ich herkomme, ist das keine Beleidigung.

— Kölns Manager Jörg Schmadtke über Schiedsrichter Guido Winkmann, der ihn bei einem 1:1 in Bremen auf die Tribüne verbannt hatte