Preetz nach Niederlage: Fühlen uns «benachteiligt»

von Marcel Breuer21:42 Uhr | 24.10.2020
Hertha-Manager Michael Preetz übte nach der Niederlage in Leipzig deutliche Kritik am Referee Tobias Stieler. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Nach der 1:2-Niederlage von Hertha BSC im Bundesliga-Spiel bei Spitzenreiter RB Leipzig hat Michael Preetz Referee Tobias Stieler deutlich kritisiert.

Samstag, 24.10.2020



«Dieses sehr intensive Spiel hätte einen guten Schiedsrichter verdient gehabt. Das war heute eben nicht der Fall», schimpfte der Geschäftsführer der Berliner. «Ich sage es ganz offen: Wir fühlen uns in den vielen kleinen und engen Entscheidungen benachteiligt», sagte Preetz. Den entscheidenden Foulelfmeter schloss er dabei aber explizit aus: «Der war eindeutig.»

Stieler habe sich ein stückweit über das Spiel gestellt, meinte Preetz. «Im Fußball ist es eigentlich so, dass der Sport und die Leistungen der beiden Mannschaften im Vordergrund stehen sollten. Den Eindruck hatte ich nicht.» Er machte dies auch an den Zweikämpfen zwischen Jhon Cordoba und Leipzigs Dayot Upamecano fest. Diese wären immer an der Grenze, aber meistens fair geführt worden. «Wenn Fouls gepfiffen wurden, dann immer gegen Hertha BSC», sagte der Manager. Das hätte sich im Spielverlauf aufgestaut. «Und wenn ich dann noch sehe, wie er unseren Trainer angesprochen hat kurz vor Schluss - das ist bitter.» Hertha-Coach Bruno Labbadia hatte für lautstarkes Intervenieren auch eine Gelbe Karte gesehen.



Stieler hatte zuvor den erst zur zweiten Halbzeit eingewechselten Deyovaisio Zeefuik in der 50. Minute nach zwei Fouls wieder vom Platz geschickt. Es war die drittschnellste Gelb-Rote Karte der Bundesliga-Geschichte. In der Nachspielzeit sah Jessic Ngankam nach einem Foul zunächst Rot. Diese Entscheidung nahm Stieler aber nach einem Hinweis des Video-Schiedsrichters Robert Hartmann und einem kurzen Blick in auf die TV-Bilder wieder zurück. Insgesamt pfiff Stieler 21 Freistöße für RB und elf für Hertha.



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(dpa)

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