Streitpunkt Video-Assistent: Einmal falsch, dreimal richtig

von Marcel Breuer14:07 Uhr | 15.09.2019
Im Fokus: Schiedsrichter Tobias Welz (M) entscheidet nach Videobeweis auf Elfmeter für Werder Bremen. Foto: Tom Weller
Einmal falsch, dreimal richtig: So bewertete Jochen Drees, der Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim Deutschen Fußball-Bund, die strittigen Videobeweis-Szenen am 4. Bundesliga-Spieltag.


Die Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Welz, die beim 2:1-Auswärtssieg des SV Werder bei Union Berlin zum ersten von drei Elfmetern führte, sei regeltechnisch falsch gewesen, erklärte Drees auf der DFB-Homepage.

Welz hatte nach einem Zweikampf zwischen Union-Torwart Rafal Gikiewicz und dem Bremer Davy Claassen seinen Strafstoßpfiff auf Hinweis von Video-Referee Bastian Dankert am Spielfeldrand nochmals selbst am TV überprüft, blieb aber bei seiner Entscheidung. «Ich weiß nicht, was er da gesehen hat», monierte Union-Coach Urs Fischer. Die beiden weiteren Elfmeter an der Alten Försterei seien korrekt gewesen, sagte Drees.



Obwohl die TV-Bilder beim Freitag-Spiel Fortuna Düsseldorf gegen den VfL Wolfsburg den Eindruck vermittelten, dass der Ball vor dem Treffer der Gastgeber beim 1:1 die Außenlinie überschritten hatte, sieht Drees hier keine Fehlleistung des Video-Assistenten.

«Im vorliegenden Fall konnte nicht zweifelsfrei der Beweis geführt werden, dass der Ball mit vollem Umfang die Seitenlinie überschritten hatte», bemerkte Drees. «Um in solchen Situationen eine hohe Sicherheit zu erzielen, wäre es notwendig, eine Kamera auf oder über den Seitenlinien zu positionieren, ähnlich wie es bei der Torerzielung mittels der Torlinientechnologie erfolgt.» Diese Kamera gebe es aktuell aber in den Stadien nicht.

(dpa)

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