Hannover rutscht noch tiefer in die Krise

von Jean-Pascal Ostermeier15:03 Uhr | 01.02.2020
Vier Spiele ohne Sieg für Kocak und Hannover 96
Bundesliga-Absteiger Hannover 96 rutscht auch im neuen Jahr immer tiefer in die Krise. Die Niedersachsen kamen im Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga nicht über ein 2:2 (0:1) gegen den Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden hinaus und liegen nach vier Spielen in Folge ohne Sieg nur zwei Punkte vor dem Abstiegsrelegationsplatz.


Die auswärtsstarken Gäste, die schon bei den Absteigern VfB Stuttgart und 1. FC Nürnberg gewonnen hatten, liegen einen Zähler zurück. Den Wiesbadenern, bei denen Rüdiger Rehm als erster Trainer im deutschen Profifußball wegen einer Gelbsperre auf der Tribüne saß, rettete Benedikt Röcker (90.) in der turbulenten Schlussphase einen Punkt.

Zuvor hatten Genki Haraguchi (83.) und Cedric Teuchert (87.) das Spiel zugunsten der Niedersachsen gedreht. Die Gästen waren durch einen Kopfball von Stefan Aigner nach Flanke von Daniel Kyereh verdient in Führung gegangen (37.).

Hannover 96
2. Bundesliga
Rang: 14Pkt: 22Tore: 24:33



Die beste Möglichkeit zum Ausgleich noch vor der Halbzeit hatte Felipe, der knapp das Tor verfehlte (45.). Hannover verstärkte nach dem Seitenwechsel seine Angriffsbemühungen, doch es sprang zunächst nur ein Lattentreffer von Jannes Horn heraus (58.) - bis Haraguchi aus der Distanz traf.

Bei 96 fehlte noch die Last-Minute-Verpflichtung Philipp Ochs. Der ehemalige U21-Nationalspieler war am Freitag ablösefrei vom Bundesligisten TSG Hoffenheim nach Hannover gewechelt. Schon vor dem Anpfiff musste Trainer Kenan Kocak umstellen: John Guidetti und Marcel Franke verletzten sich beim Aufwärmen, Marvin Ducksch und Felipe rückten nach.

(sid)

In erster Linie stehe ich voll hinter dem Trainer, in zweiter Linie hat er recht.

— Olaf Thon