Bosz: "Durch solche Spiele werden wir besser"

von Jean-Pascal Ostermeier09:30 Uhr | 12.12.2019
Peter Bosz zog ein positives Fazit zur Champions League
Das Duell gegen Ronaldo und Co. wurde verloren, aber trotzdem zog Trainer Peter Bosz von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen ein positives Fazit. "Ich glaube wirklich, dass wir solche Spiele brauchen, um uns zu entwickeln. Durch solche Spiele werden wir besser", resümierte der niederländische Fußballlehrer nach dem 0:2 (0:0) gegen Italiens Renommierklub Juventus Turin zum Abschluss der Gruppenphase in der Champions League.


Der Werksklub muss nun in der Europa League weiterspielen. "Ich bin enttäuscht über das Ergebnis, aber nicht über das Spiel meiner Mannschaft. Wenn man Chancen kriegt gegen eine Mannschaft wie Juve, muss man die nützen. Das haben wir zweimal nicht getan", betonte Bosz.

Überrascht war der Coach von den vier Flitzern, die in der Schlussphase auf den Platz stürmten und auf Juve-Superstar Cristiano Ronaldo zustürmten, um auf Tuchfühlung zu gehen. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", gestand Bosz, "so etwas sollte nicht zum Fußball dazugehören."

Bayer Leverkusen
Bundesliga
Rang: 7Pkt: 28Tore: 23:21



Der fünfmalige Weltfußballer Ronaldo selbst war ebenfalls angefressen, als sich nach dem Abpfiff ein Anhänger an seinem Hals festkrallte und erst von Sicherheitskräften entfernt werden musste. Mit einer abwertenden Handbewegung in Richtung des Fans machte CR7 seinem Unmut Luft.

Bosz schrieb derweil seinem Team ins Stammbuch, dass nach sechs Spielen in der Königsklasse unter dem Strich zu wenig herausgesprungen sei. Bosz: "Es fehlt etwas. In der ersten Halbzeit gegen Juventus waren wir die bessere Mannschaft, trotzdem hat Juventus das Spiel gewonnen. Daraus können wir lernen."


Für Bayer-Torwart Lukas Hradecky war nicht das Spiel am Mittwoch entscheidend für das Aus in der Königsklasse: "Das Achtelfinale haben wir nicht heute verpasst." Bayers Abwehrspieler Aleksandar Dragovic resümierte: "Wir können uns heute nichts vorwerfen und auf der Leistung aufbauen."

Aufseiten von Juve war Trainer Maurizio Sarri froh, das letzte Gruppenspiel auch dank des 1:0-Führungstores von Ronaldo (75.), seinem 128. in der Königsklasse, gewonnen zu haben. "Cristiano ist eine starke Persönlichkeit, ein absoluter Ausnahmespieler. Aber wir brauchen auch eine starke Mannschaft, die Balance muss stimmen. Wir sind aber glücklich, einen Ronaldo zu haben", sinnierte der Juve-Coach.

(sid)

So etwas gibt es im Fußball nicht.

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