Wegen Videobeweis: Ceferin will Abseitsregel ändern

von Marcel Breuer18:40 Uhr | 04.12.2019
Will in den europäischen Wettbewerben die Abseitsregel ändern: UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin will nach der Einführung des Videobeweises in den europäischen Wettbewerben die Abseitsregel diskutieren.

«Wenn man eine lange Nase hat, ist man heutzutage im Abseits», sagte Ceferin der britischen Zeitung «Daily Mirror». «Die Linien werden ja auch von den Videoassistenten gezeichnet. So gesehen ist es eine subjektive Zeichnung von objektiven Kriterien.»


Der Slowene schlägt deshalb vor, eine Toleranz von zehn bis 20 Zentimetern einzuführen. «Wir werden das mit unserer Schiedsrichter-Abteilung diskutieren», sagte er. Damit reagierte Ceferin auf die Beschwerden von Fans und TV-Experten, trotz Einführung des VAR («Video Assistant Referee») würden Abseitsentscheidungen nicht einheitlich getroffen.

Ceferin kündigte nach einer Tagung mit Toptrainern wie Jürgen Klopp vom FC Liverpool und Zinedine Zidane von Real Madrid außerdem an, das Thema Handspiel in Zukunft anzugehen. «Alle Topcoaches unserer europäischen Teams (waren da), und unser Schiedsrichter-Chef Roberto Rosetti zeigt ein Handspiel. Er fragt: «Handspiel, oder nicht?» Der halbe Raum sagt Ja. Die andere Hälfte sagt Nein. Also sag mir, wie eindeutig die Regel ist? Wir wissen es nicht.»

(dpa)

Eine Katastrophe, eine einzige Peinlichkeit. Alle verstecken sich, keiner setzt ein Zeichen, tritt mal die Kabinentür ein. Am liebsten würde ich die Spieler würgen, aber wir brauchen sie ja noch.

— Karl-Heinz Wildmoser nach einem 0:6 von 1860 München bei Hertha BSC