3. Liga: Ingolstadt verliert erneut - auch Unterhaching sieglos

von Jean-Pascal Ostermeier16:10 Uhr | 15.02.2020
Jeff Saibene und sein FC Ingolstadt verlieren erneut
Der FC Ingolstadt hat in der 3. Fußball-Liga einen erneuten Dämpfer kassiert und den zumindest vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Der Zweitliga-Absteiger verlor gegen den KFC Uerdingen 0:1 (0:0) und hat als Zweiter drei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter MSV Duisburg. Franck Evina (88.) traf kurz vor Schluss für Uerdingen. Am vergangenen Spieltag hatten die Schanzer beim 1:3 bei den Würzburger Kickers erstmals nach 13 Partien wieder verloren.


Der Verfolger SpVgg Unterhaching konnte den Ausrutscher jedoch nur bedingt nutzen. Die Bayern spielten gegen die abstiegsbedrohte Viktoria aus Köln nur 1:1 (0:1) und liegen einen Punkt hinter Ingolstadt. Am Sonntag spielt Duisburg beim FSV Zwickau, Waldhof Mannheim könnte mit einem Sieg gegen Schlusslicht Jena auf Rang drei springen.

Das Traditionsduell zwischen Eintracht Braunschweig und dem 1. FC Kaiserslautern entschieden die Niedersachsen mit 2:0 (2:0) für sich. Merveille Biankadi und Niko Kijewski (44.) trafen für die Gastgeber, die sich auf Rang fünf vorarbeiteten.



Kein Sieger gab es im Abstiegsduell zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Chemnitzer FC. Jürgen Gjasula (78., Foulelfmeter) rettete dem Team von Claus-Dieter Wollitz zumindest einen Punkt, nachdem Dejan Bozic (41.) die Gäste in Führung gebracht hatte.

Die SG Sonnenhof Großaspach konnte auch nach dem Trainerwechsel unter der Woche nicht punkten. Gegen Hansa Rostock verloren die Gastgeber 0:1 (0:1) und bleiben Vorletzter. Großaspach hatte sich am Mittwoch vom Trainerduo Mike Sadlo und Heiner Backhaus getrennt. Interimsweise stand Markus Lang an der Seitenlinie. John Verhoek (21.) erzielte das Tor des Tages.


Der SV Meppen und der TSV 1860 München trennten sich 1:1 (1:0). Beide Teams liegen mit 35 Punkten im oberen Mittelfeld.

Am Freitag war das 0:0 zwischen Preußen Münster und den Würzburger Kickers von einem Rassismus-Zwischenfall überschattet worden. In der Schlussphase des Spiels beleidigte auf der Haupttribüne ein Zuschauer den Würzburger Leroy Kwadwo mit Affenlauten. Münsteraner Fans halfen anschließend dabei, den Mann zu identifizieren.


"So etwas wie gestern macht mich einfach nur traurig und wütend, weil jeder wissen muss: Rassismus gehört nicht in UNSERE Welt", sagte Kwadwo, dessen Schwestern Yasmin und Keshia für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) sprinten, am Samstag.

(sid)

Ich glaube nicht, dass mir der Verein Steine in den Vertrag legt.

— Torsten Legat