Bundesliga 2003/2004 - 20. Spieltag - Sa., 14.02.2004 - 15:30 Uhr
1:1
HZ - 1 : 0
Chris (39')

Frankfurt legte nicht nach

Sein Führungstreffer reichte nicht zum Dreier für die Eintracht aus: Chris

Sein Führungstreffer reichte nicht zum Dreier für die Eintracht aus: Chris

Sein Führungstreffer reichte nicht zum Dreier für die Eintracht aus: Chris

Mit Assistent Wolfgang Funkel für den erkrankten Juri Schlünz auf der Trainerbank war Hansa natürlich nicht wirklich geschwächt. So tauchten die Rostocker bereits in den ersten Spielminuten mehrmals vor dem Tor von Keeper Nikolov auf, verwerteten die sich teilweise durch große Unsicherheiten in der Eintracht-Deckung ergebenden Chancen (Möhrle, Persson, di Salvo und Tjikuzu) aber nicht. Bei den Gastgebern dauerte es eine gute Viertelstunde, ehe auch Hansa-Torwart Schober zu ersten Prüfungen eingeladen wurde: Amanatidis scheiterte dabei zwei Mal. Der Anfangsschwung verebbte danach allerdings radikal und die Torszenen wurden äußerst rar. Überraschend ging Frankfurt sechs Minuten vor der Pause dann doch noch in Führung, weil Chris mit seiner Kopfballverlängerung eines Skela-Eckballs Glück hatte, denn der Ball fand die kleine Lücke zwischen den verzweifelt auf der Torlinie reagierenden Rostocker Abwehrspielern (39.).

Selbstbewusst kamen die Hessen nach der Pausenstärkung aus den Kabinen und kontrollierten die Partie im weiteren Verlauf recht eindeutig. Schließlich spielten die Mecklenburger konzeptlos und fehlerhaft nach vorne und bildeten keine Gefahr für die abgeklärt aufspielende Defensive der Gastgeber. Doch es haperte bei der Eintracht in Angriff. Die Spitzen Amanatidis und Beierle blieben blass, wurden allerdings auch zu selten mit vernünftigen Anspielen "gefüttert". Interims-Coach Funkel setzte in der Schlussphase auf den zuletzt bewährten Joker Arvidsson, den er gemeinsam mit Prica für die Schlussphase einwechselte - und hatte Glück. Beide Akteure waren an der besten Szene des zweiten Durchgangs - dem Ausgleich der Rostocker - entscheidend beteiligt. Prica hatte Arvidsson steil in den zentralen Strafraum geschickt, wo der Schwede den Ball geschickt am herauslaufenden Nikolov vorbeispitzelte (82.). Nun zogen sich die Hansa-Kicker natürlich für die Schlussminuten völlig vors eigene Tor zurück und ließen nichts mehr anbrennen. Frankfurt hatte nach der Pause den Angriffsdruck vernachlässigt und verpasst, auf das vorentscheidende 2:0 zu drängen.

Das, was Toni macht, könnte man als bezahlten Urlaub bezeichnen. Er macht Urlaub und bezahlt dafür.

— Thomas Schaaf über den Brasilianer Ailton, der beim Trainingsauftakt unentschuldigt fehlte