HSV verliert auch zweites Stadtderby und kassiert schweren Dämpfer im Aufstiegsrennen

von Jean-Pascal Ostermeier14:59 Uhr | 22.02.2020
HSV-Kapitän Aaron Hunt ist nach der Niederlage bedient
Braun-weiße Blamage für den Hamburger SV: Der Aufstiegsanwärter hat auch das zweite Stadtderby in dieser Saison gegen den FC St. Pauli verloren. Am 23. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga unterlag das Team von Trainer Dieter Hecking dem Erzrivalen mit 0:2 (0:2) und kassierte einen schweren Stimmungsdämpfer. Der Kiezklub knackte im "Wohnzimmer" des HSV seine schwarze Serie und fuhr den ersten Auswärtssieg seit fast einem Jahr ein.


Henk Veerman brachte St. Pauli mit einer feinen Einzelleistung bei einem Konter in Führung (20.). Der Stürmer setzte sich im Duell der Niederländer gegen Rick van Drongelen durch und vollendete dann überlegt. Wenig später erhöhte Matt Penney per Distanzknaller (29.).

Seit Tagen hatte das Derby die Elbmetropole elektrisiert und die favorisierten Gastgeber, die das Hinspiel 0:2 verloren hatten, wurden den Erwartungen ihrer Fans nach dem Anpfiff zunächst gerecht. Erst klatschte ein Linksschuss von Sonny Kittel an die Latte (7.), dann traf der erstmals in die Startelf berufene Winterzugang Joel Pohjanpalo freistehend nur den Außenpfosten (10.).



Doch St. Pauli blieb cool, agierte mit kluger Aufteilung und konterte mit Plan. Auch im zweiten Durchgang blieb das Auswärtsteam gefährlich, Marvin Knoll hatte per Kopf (51.) und Freistoß (58.) die Chance, weiter zu erhöhen. Dann jubelte Rico Benatelli - doch Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied mithilfe des Videobeweises auf Abseits (68.). In der 82. Minute wurde einem Treffer des HSV durch Lukas Hinterseer die Anerkennung wegen eines Handspiels von Pohjanpalo verweigert.


Die Polizei begleitete das Hochrisikospiel mit einem Großaufgebot, vor Anpfiff blieb es vergleichsweise ruhig, beide Fanlager wurden strikt getrennt.

(sid)

Der schießt so viele Tore, das ist ein Wahnsinn. Ich glaube, ich habe nicht mal im Training so viele Tore wie der in den Spielen.

— Sandro Wagner über Cristiano Ronaldo