Bundesliga

Ganz unten wurde gepunktet

Diesmal absolut fehlerlos: Oliver Baumann
Auch am 11. Spieltag gab es einige Besonderheiten. So blieb der Club als einziges Team sieglos, Hannover auswärts weiter ohne Zähler, der FC Bayern knackte einen alten HSV-Rekord und Freiburg gelang sein erster Saisonerfolg.

Bereits am Freitag überrannte Borussia Dortmund einen völlig überforderten VfB Stuttgart mit 6:1. Es gab Zeiten, da waren die Schwaben eine Art Angstgegner der diesmal furios aufspielenden Klopp-Elf. An jenem Abend war es nicht nur Hattrick-Torschütze Lewandowski, der keinen Gedanken an erfolglosere Aufeinandertreffen mit den Gästen verlor.

In seinem ersten Bundesligaspiel als Übungsleiter des 1. FC Nürnberg musste Gertjan Verbeek eine bittere Niederlage hinnehmen. Sein Landsmann van Gaal hatte den neuen Coach des sieglosen Clubs vorab eifrig in den Himmel gehoben. Genutzt hat es nicht. Der SC Freiburg entführte dank effektiver Chancenausbeute mit 3:0 die Punkte bei den Franken, die wohl zuerst mit dem Niederländer ins Torschusstraining einsteigen sollten. Von zwei bis dahin sieglosen Teams verabschiedeten sich somit nur die Schwarzwälder aus dem Dilemma, ohne Dreier dazustehen.

36 ungeschlagene Spiele vollendete derweil der FC Bayern München mit dem 2:1-Erfolg bei 1899 Hoffenheim und stellte den alten Rekord des Hamburger SV ein. Torwart Neuer hatte vorm 1:0 für die Hausherren durch Süle den Ball nicht fixieren können, doch seine Kollegen wetzten die Scharte wieder aus. Ribery schoss per Freistoß Mandzukic so geschickt an, dass Casteels nur zuschauen konnte, wie das 1:1 fiel. Erneut Ribery sowie Thomas Müllers Gespür für den richtigen Moment sorgten für das Arbeitssieg-2:1.

Beim Hamburger SV war man weit entfernt von ehemaligen Rekorden, musste im Verfolgerduell um den vierten Rang einen Rückschlag hinnehmen, den zudem noch ein ehemaliger Hanseat verursachte. Der bei Borussia Mönchengladbach weiter für Furore sorgende Ex-St.-Paulianer Max Kruse nutzte zwei kapitale Fehler des jungen Innenverteidigers Sobiech eiskalt aus und warf den HSV dahin zurück, wo er gerade wieder weg wollte - in die Abstiegsregion.

Beim Tabellenletzten Eintracht Braunschweig wollte Bayer Leverkusen ohne seinen ersten Sturm die Punkte wohl etwas zu beiläufig einsacken. Trainer Hyypiä musste im zweiten Durchgang eingestehen, dass seine zweite Garde wenig Durchschlagskraft entwickelte, doch auch als er Sam und Kießling brachte, wurde vorne nichts besser. Dafür traf auf der anderen Seite Kumbala zwar technisch nicht sonderlich anschaulich, aber ins Tor. Mit dem ersten Eintracht-Heimsieg hatten vorher wohl die wenigsten Betrachter dieser Partie gerechnet.

Platz vier war auch im Visier von Hertha BSC und dem FC Schalke 04. Während die Königsblauen ihre wenigen Torchancen zu zwei Treffern ummünzten, hatten die Berliner weniger Glück vor des Gegners Tor. Somit war die ganze Überlegenheit für die Katz und Platz vier fürs Erste aus dem Sinn. Die Keller-Truppe aus Gelsenkirchen blieb dagegen in Reichweite ihres Saisonzieles.

Am Samstagabend wollte Eintracht Frankfurt wieder in die Spur zurück, in der man sich in der Europa-League bereits befand. Doch auch der VfL Wolfsburg machte den Hessen das aktuelle Bundesligadasein nicht schmackhafter. Bereits nach zwei Minuten grätschte Anderson das Runde ins eigene Netz, doch Meier fand per Freistoß zum Ausgleich. Mehr wollte einmal mehr der Eintracht auf eigenem Terrain nicht glücken, während die VW-Städter noch eine Lücke fanden, in die Arnold ohne Störung hineinstieß und sein Team auf Rang fünf hievte.

Besser lief es für den FC Augsburg, der zwar gegen drei unterschiedliche Torhüter ankämpfen musste, aber davon nicht am 2:1-Sieg über den 1. FSV Mainz 05 gehindert wurde. Den Treffer zum 1:0 für die Hausherren durch Hahn kassierte FSV-Keeper Heinz Müller, der mit "Rücken" zur Pause von Wetklo abgelöst wurde. Der aktuelle Ersatztorhüter musste den zweiten Hahn-Treffer schlucken, zudem nach einer Notbremse vom Platz. Angreifer Polter stellte sich in den letzten Minuten zwischen die Pfosten. Zwar hatte Choupo-Moting noch zum 1:2 getroffen, doch dieses Mal ließ sich der zuvor fünfmal sieglose FCA die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Auch für Werder Bremen war der letzte Dreier bereits fünf Spieltage her. Im Nord-Derby gegen Hannover 96 gingen die Niedersachsen zwar durch Husztis Elfer in Front, doch Makiadi und Hunt, der ebenfalls vom Punkt traf, drehten die Partie kurzzeitig. Dann packte Verteidiger Sakai ein gradliniges Geschoss in die Mitte des Tores aus, Tormann Mielitz bekam die Arme nicht rechtzeitig hoch und zur Pause stand es 2:2. Der zweite Durchgang war sehr mau, erst gegen Spielende strebten die Akteure wieder gen Sieg, den Garcia im Nachstochern für Werder sicherte, während Hannover, auswärts weiterhin ohne Punkt, die Heimreise antreten musste.
Begegnungen
  6:1(2:1)  
  0:3(0:0)  
  1:2(1:1)  
  0:2(0:1)  
  1:0(0:0)  
  0:2(0:1)  
  1:2(1:1)  
  2:1(1:0)  
  3:2(2:2)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
178
Tore gesamt
967
Tore pro Spiel
3,16
  •  1,75 Heim
  •  1,41 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

85 %
Über 2,5

61 %
Über 3,5

39 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

29
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
409.603

Durchschnitt
45.511
Tore pro Spieltag in der Saison 2013/2014

News zum Spieltag

Wie so oft liegt auch hier die Mitte in der Wahrheit.

— Rudi Völler