Bundesliga

Kühle Ostertage für die Kellerkinder

Elegant beim Schalker 2:0-Treffer: Raúl
Keinem der acht unteren Klubs gelang am Osterwochenende ein Sieg. Verschiebungen in dieser Tabellenregion fielen deshalb minimal aus, was aufgrund zunehmender Spieleverknappung besonders das Schlusslicht Kaiserslautern schwer belastete. Für Hoffenheim tat sich ein Hoffnungsschimmer in Sachen Europa League auf und Schalke setzte sich deutlich von Gladbach ab.

Unmittelbar vor dem anstehenden Gigantengipfel zwischen Dortmund und Bayern blieb der Abstand zwischen den Titelfavoriten unverändert. Der BVB wahrte die Dreipunkte-Distanz dank seines 3:1-Auswärtssieges in Wolfsburg, die Münchner holten nach Anfangsschwierigkeiten den erwarteten Dreier gegen Augsburg. Auf der Jagd nach Champions League-Rang drei dagegen, tat sich etwas: Schalke feierte einen nicht unerheblichen Fortschritt. Die „Knappen“ gewannen das Duell der im Europapokal Gescheiterten gegen Hannover deutlich mit 3:0 (96-Coach Mirko Slomka: „Wir hatten, ehrlich gesagt, keine Chance ...“). Da Mönchengladbach sich nur 0:0 unentschieden von der Hertha trennte, setzte sich Schalke fünf Punkte von den „Fohlen“ ab.

Die schwäbischen Gipfelstürmer des VfB ließen sich trotz eines 0:1-Rückstandes auch vom FSV Mainz nicht bremsen und kletterten auf den fünften Rang vor. Bruno Labbadia erfreute sich des 4:1-Sieges, warte aber vor Übermut: „Wir dürfen den Mund nicht zu voll nehmen ...“ In diese Versuchung kam Thomas Schaaf nach dem 1:1 seiner Bremer in Köln erst gar nicht („Unser Spiel ist momentan sehr sehr unruhig und von Fehlern behaftet“) und auch Leverkusens Interimscoach Sascha Lewandowski, dessen Elf wie die der Bremer immerhin einen Punkt im Kampf um die Europa League-Ränge einsammelte, betonte nach dem biederen 1:1 beim HSV eher positive Aspekte von mentaler Herkunft: „Von der Einstellung her war es auf jeden Fall ein Riesen-Schritt nach vorne.“ Hoffenheim nutzte mittels seines 2:1-Sieges auf dem Betzenberg die Chance, sich in Lauerstellung hinter den fünf Europa League-Aspiranten aufzubauen.

Kaiserslauterns Aussichten auf den Klassenerhalt waren nach 19 sieglosen Spielen kaum noch existent. Die sieben oberhalb der Pfälzer platzierten Klubs, bis inklusive dem FSV Mainz, - allesamt ohne Sieg - mussten noch in Alarmzustand verharren. Freiburg konnte sich auf eigenem Platz nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem Remis gegen den Club aufraffen. „In der zweiten Halbzeit haben meine Spieler die Nerven bewahrt und sich besser in die Räume gestellt. Sie waren schon ein bisschen angestochen“, skizzierte Christian Streich den Ablauf der zweiten Halbzeit im Kurzformat. Gästecoach Dieter Hecking nahm sich der gesamten 90 Minuten an: „Die erste Halbzeit lief für uns, die zweite für Freiburg. Es war ein gerechtes Unentschieden.“

André Schulin
Begegnungen
  2:1(1:1)  
  1:2(0:1)  
  2:2(0:2)  
  4:1(1:1)  
  1:1(1:1)  
  1:3(0:1)  
  0:0(0:0)  
  3:0(1:0)  
  1:1(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

26
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
436.900

Durchschnitt
48.544
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

News zum Spieltag

Die Flanke kommt auf den Fünfmeterpunkt.

— Sabine Töpperwien