Bundesliga

Narrhallamarsch

Bei Werder Bremen derzeit gesetzt: Ivan Klasnic, zweifacher Torschütze in Rostock
Nach spannendem Spiel trennten sich Bochum und Leverkusen 2:2 unentschieden. Freiburg stoppte seine fast dreijährige Serie siegloser Spiele auf fremden Plätzen. Hertha entführte einen Punkt aus dem Münchener Olympiastadion.

Seit Oktober 2001 musste der Freiburger SC auf einen Auswärtserfolg warten - der Treffer von Regis Dorn aus der 85. Minute in der Wolfsburger VW-Arena beendete diese lange Durststrecke. Sehr zum Verdruss der Gastgeber, denn die hatten mehr vom Spiel und nach ihrem Auftaktsieg in Dortmund die Hoffnung gehegt, sich im vorderen Tabellenbereich festsetzen zu können. Einen Tiefschlag hatte auch der Hamburger SV zu verdauen, der aufgrund seiner Neuverpflichtungen mit großen Erwartungen in die Saison gegangen war. Nachdem im Mainzer Bruchwegstadion jedoch zweimal der Narrhallamarsch für die Treffer der Gastgeber (da Silva) ertönte, hatten die Hanseaten die Narrenkappe auf und ihren Platz im Tabellenkeller sicher. "Unsere zweite Halbzeit war extrem wichtig, vielleicht sogar für die ganze Saison", erwartet Trainer Jürgen Klopp Signalwirkung vom ersten Bundesligasieg der Mainzer.

Ein über weite Strecken rasantes Spiel lieferten die Gladbacher und Dortmunder Borussen bei der BL-Premiere des Borussia-Parks in Mönchengladbach ab. Ohne Happy-End für die Gastgeber allerdings, die 2:3 unterlagen. Gladbach scheiterte an seiner Chancenverwertung. Dortmund zeigte sich spielfreudig, was besonders von Spielmacher Tomas Rosicky verkörpert wurde. Viel Engagement von beiden Teams war auch in der Partie des VfL Bochum gegen Bayer Leverkusen zu beobachten. Das 2:2-Endresultat schmeichelte eher den Leverkusenern, denn der VfL hatte mehr Spielanteile und Pech, dass Misimovic in der 81. Minute nur die Latte traf. Im Spiel der Süd-Kontrahenten 1. FC Nürnberg und VfB Stuttgart machte der Ex-Clubberer Cacau die Wandlung vom strahlenden zum tragischen Helden durch. Zunächst mit seinem vierten Saisontreffer zum 1:0 erfolgreich, sah er nach 42 Minuten überflüssigerweise den Gelb-Roten Karton. Nürnberg konnte die numerische Überzahl jedoch nicht in einen Sieg ummünzen; am Ende stand ein 1:1-Remis. Mit dem gleichen Resultat musste sich überraschend auch der FC Bayern gegen Hertha BSC begnügen. Überraschend zudem, dass Trainer Felix Magath bei Anpfiff nur einen Stürmer (Makaay) aufgeboten hatte. Titelverteidiger Werder Bremen tat sich 45 Minuten in Rostock äußerst schwer, dann zeigte das Team von Thomas Schaaf genau die Qualitäten auf, die Hansa abgingen: Treffsicherheit im Abschluss. Zweimal Klasnic, Micoud und Pasanen trafen zum 4:0, das den Sprung an die Tabellenspitze brachte.
Begegnungen
  2:1(0:1)  
  1:1(0:1)  
  2:3(2:3)  
  0:4(0:0)  
  2:1(1:1)  
  1:1(1:1)  
  2:2(1:0)  
  0:1(0:0)  
  0:1(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
168
Tore gesamt
890
Tore pro Spiel
2,91
  •  1,67 Heim
  •  1,24 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

80 %
Über 2,5

58 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

25
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
329.400

Durchschnitt
36.600
Tore pro Spieltag in der Saison 2004/2005

News zum Spieltag

Wir haben früher auch mit elf Deutschen einen schönen Scheißdreck gespielt.

— Kaiserslauterns Vorstandschef Jürgen Friedrich auf die Frage, ob durch die vielen Ausländer im FCK-Team die typischen Betzenberg-Tugenden verloren gegangen sind