Bundesliga

Cottbus bestplatzierter Aufsteiger

Ein weiteres Mitglied der torhungrigen Werder-Familie: Aaron Hunt
Der sich zunehmend in die erwarteten Bahnen entwickelnden Tabelle widersetzten sich vor allem Bielefeld und Cottbus ganz energisch. Stuttgart rückte weit auf und auch Leverkusen - erstmals auswärts siegreich - machte Fortschritte. Der Hamburger SV bewies Moral, scheiterte jedoch im Abschluss. Was von Werder Bremen nicht zu behaupten war.

Nach Punkten blieben der FC Bayern und Schalke im Fahrwasser der Bremer, in der Trefferbilanz wurden sie gnadenlos abgehängt. Bremen spendierte den überforderten Mainzern, wie zwei Wochen zuvor den Bochumern, ein Sechser-Pack und baute seine Tordifferenz auf +16 aus - ein konkurrenzloser Wert. „Wir heben nicht ab, sondern wissen, dass wir noch eine lange Saison vor uns haben“, kommentierte Werder-Coach Thomas Schaaf den großartigen Lauf seiner Elf mit gewohntem Understatement. Sein Münchener Pendant, Felix Magath, ärgerte sich, dass seine Elf, nach der sicheren 2:0-Führung gegen die dezimierte Frankfurter Eintracht nicht auf ein höheres Resultat drängte: „Da wollten wir das Spiel nur noch nach Hause bringen.“ Die Schalker wollten nur noch nach Hause, nachdem sie das Spiel in Stuttgart klar mit 0:3 verloren hatten. „Das Tor der Schwaben kam aus heiterem Himmel und dann sind wir dem Rückstand hinterher gelaufen“, erkannte Mirko Slomka, dass der erste Treffer der Stuttgarter, erzielt vom Eigengewächs Sami Khedira, die Begegnung zugunsten der Gastgeber kippte. Der nunmehr seit sechs Spielen ungeschlagene VfB preschte auf Rang vier vor, nur einen Punkt hinter die auf Platz drei abgerutschten Knappen.

Die Plätze fünf und sechs wurden von Mannschaften belegt, die man da nicht zwingend erwarten durfte: Arminia Bielefeld und Energie Cottbus. Die Arminen verpassten Aufsteiger Aachen eine unerwartet hohe 5:1-Niederlage und ernüchterten die Alemannen - hoffte zumindest deren Trainer Michael Frontzeck: „Jetzt hat auch der Letzte begriffen, worum es bei uns geht. Die Saison beginnt heute.“ So etwas käme Energie Cottbus gar nicht recht, denn die Lausitzer freuten sich nach dem 2:0-Erfolg gegen Hertha über mittlerweile 14 Punkte und Platz sechs in der Tabelle - mit diesem Zwischenstand übertraf der meistgewettete Abstiegskandidat alle Erwartungen. Cottbus verkraftete den Elfmeter-Fehlversuch Munteanus, profitierte in dem nickeligen Spiel aber auch von der frühen Verletzung Bastürks und Okoronkwos Platzverweis. Mönchengladbachs schwarze Heimserie gegen Leverkusen hielt. „Das war ein sehr schlechtes Spiel von uns“, erklärte Jupp Heynckes treffend, derweil Leverkusen nach seinem ersten Auswärtserfolg vier Punkte zwischen sich und die Abstiegsplätze brachte. „Wenn wir Glück haben gewinnen wir 3:0. Und mit Pech verlieren wir das Ding“, fand HSV-Neuzugang Vincent Kompany exakt die zum Nordduell des Hamburger SV gegen Hannover 96 passenden Worte. Dem HSV nutzte die torlose Punkteteilung wenig, den Gästen aus Niedersachsen bescherte sie wenigstens die Genugtuung, sich in der Tabelle einen Platz vorgearbeitet zu haben, von 17 auf 16. Selbst dieses kleine Glück war dem VfL Bochum nicht vergönnt, der zwar Möglichkeiten zum Torerfolg erspielte, diese jedoch nicht nutzte. Wolfsburg hatte Hanke, dessen Treffer aus der 25. Minute Bochums vierte Heimniederlage besiegelte.

André Schulin
Begegnungen
  1:6(0:3)  
  2:0(2:0)  
  0:0(0:0)  
  1:1(0:0)  
  0:2(0:1)  
  0:1(0:1)  
  2:0(0:0)  
  3:0(1:0)  
  5:1(2:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
837
Tore pro Spiel
2,74
  •  1,46 Heim
  •  1,27 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

77 %
Über 2,5

53 %
Über 3,5

30 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

25
gesamt

Torverteilung

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Zuschauer
Gesamt
356.400

Durchschnitt
39.600
Tore pro Spieltag in der Saison 2006/2007

News zum Spieltag

Borussia Dortmund. Vereinsfarben: Schwarz-Geld.

— Das Geißbock-Echo, angeblich nur ein Druckfehler