Weserstadion blieb für Bochum uneinnehmbar

Machte in zwölf Spielen mit und erzielte dabei 13 Tore: Werders Ailton
Werder Bremen kombinierte sich spielerisch auf Platz zwei vor und hatte in Ailton einen dreifachen Knipser. Auch Kaiserslauterns Miroslav Klose traf drei Mal. In Stuttgart fiel den VfB-Fans ein "Hinkel"-Stein vom Herzen.

"Das Weserstadion abreißen", hatte Bochums Coach Peter Neururer als Möglichkeit vorgeschlagen, gegen den traditionellen Misserfolg seines Teams in Bremen anzukämpfen. Dazu kam es nicht, Werder gewann souverän mit 3:1 und somit konnten die Westdeutschen auch im 28. Anlauf keinen Bundesliga-Sieg bei den Hanseaten einfahren. Der beim letzten Spieltag noch wegen einer Bindehautentzündung fehlende Ailton setzte alle drei Bremer Treffer und sich mit 13 Toren einsam an die Torjägerspitze. Werder rückte in der Tabelle auf Platz zwei vor, denn Leverkusen, das seine spielerische Überlegenheit in Dortmund nicht adäquat umsetzen konnte, musste sich mit einer 2:2-Punkteteilung zufrieden geben und fiel auf den dritten Rang zurück. Das Augenthaler-Team bewies jedoch nach dem 0:2-Rückstand - beide Tore durch den normalerweise für Borussias Regionalliga-Truppe spielenden Salvatore Gambino - Moral und schaffte noch den Ausgleich. Spitzenreiter VfB Stuttgart entlockte den heimischen Fans schon vor dem Anpfiff gegen Hannover reichlich Applaus. Andreas Hinkel ließ seine vorzeitige Vertragsverlängerung (bis 2007) per Stadiondurchsage verkünden. Zumindest im Fall des aufstrebenden Abwehrspielers wurden damit Spekulationen über einen drohenden Ausverkauf der Erfolgself gestoppt. Der für Stuttgart positiven Personalentwicklung folgte die sportliche Bestätigung der Top-Position durch den 3:1-Sieg gegen die 96er. Titelverteidiger Bayern München blieb, freilich nach wenig überzeugender Leistung, mit dem 1:0-Erfolg im Derby gegen die Sechziger am Spitzentrio dran.

Borussia Mönchengladbach beendete mit seinem unerwarteten Erfolg in Wolfsburg die lange währende Punkte-Flaute auf fremden Plätzen und sammelte, wie Hansa Rostock nach dem 1:0-Sieg bei Schalke, wichtige Punkte im Abstiegskampf. Köln (zu harmlos gegen den Hamburger SV) und Franfurt (unglückliche Niederlage in Freiburg) mussten hingegen weitere Rückschläge einstecken. Die anhaltende Formschwäche der Knappen, gerade in Heimspielen (nur neun Punkte aus sieben Spielen), führte dazu, dass die Heynckes-Elf auf Rang 14 abrutschte - die schlechteste Platzierung in dieser Saison. Hertha BSC stand Tabellen-mäßig schon schlechter da als auf Position 15, aber nach einer 2:0-Halbzeitführung in Kaiserslautern ließ sich das Stevens-Team noch vier Eier ins Nest legen (drei Treffer von Miroslav Klose) und verpasste eine gute Chance, sich etwas von der Abstiegsregion fernzuhalten - ein Unterfangen, das Kaiserslautern in den zweiten 45 Minuten erfolgreich umsetzte.

Bundesliga - 13. Spieltag

Samstag, 22.11.2003
0:113'
1:132'
1:268'
1:377'
Zuschauer: 22100 · Schiedsrichter: Stefan Trautmann
1:030'
2:078'
2:182'
3:190'
Zuschauer: 36000 · Schiedsrichter: Lutz Wagner
1:06'
2:014'
3:050'
Zuschauer: 34300 · Schiedsrichter: Dr. Markus Merk
0:141'
Zuschauer: 38600 · Schiedsrichter: Wolfgang Stark
Zuschauer: 69000 · Schiedsrichter: Herbert Fandel
1:029'
2:032'
2:135'
2:278'
Westfalenstadion (Dortmund) · Zuschauer: 81500 · Schiedsrichter: Dr. Franz-Xaver Wack
0:153'
VELTINS-Arena (Gelsenkirchen) · Zuschauer: 61300 · Schiedsrichter: Markus Schmidt
Sonntag, 23.11.2003
0:137'
0:245'
Knavs (ET)
1:247'
2:269'
3:277'
4:279'
Zuschauer: 33200 · Schiedsrichter: Knut Kircher
1:082'
Zuschauer: 24800 · Schiedsrichter: Lutz Michael Fröhlich
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Ich sehe einen positiven Trend: Tiefer kann es nicht mehr gehen.

— Olaf Thon